Fiammiferi bedeutet "Streichhölzer". Es ist ein eher ungewöhnliches Wort in Songtexten und erzeugt ein starkes Bild.
Im Lied singt Achille Lauro von "Quei ragazzi a vent'anni che bruciano fiammiferi" (Diese Jungs mit zwanzig, die Streichhölzer verbrennen). Dies kann metaphorisch verstanden werden als das schnelle und intensive Verbrauchen ihrer Jugend oder das Anzünden kleiner, flüchtiger Momente der Leidenschaft und des Lebens, bevor sie erlöschen. Es vermittelt eine melancholische und doch poetische Stimmung.
In „Che Sarà“ von Achille Lauro, einem Künstler aus Italien, klingt die große Frage des Titels wie ein Schulterzucken und zugleich wie Angst: „Che sarà?“ [Was wird sein?]. Die erzählende Stimme sagt, dass sie nicht mehr zwanzig ist und trotzdem nicht sicher weiß, was ihr Leben oder die Liebe bringen. Besonders stark ist der Moment: „No, ho paura, mami, stringimi non guardare giù“ [Nein, ich habe Angst, Mami, halt mich fest, schau nicht nach unten]. „Mami“ wirkt hier wie eine direkte Bitte an die Mutter oder eine schützende Person. Alleinsein steht neben dem Wunsch nach Nähe: „Mi stringo a me come, come se fossi te“ [Ich halte mich selbst fest, als wärst du es]. Das ist ein seltsames, schönes Bild: Selbst die eigene Umarmung soll für einen anderen Menschen reichen.
Die jungen Leute im Lied erscheinen nicht als sorgenfreie Abenteurer. „Quei ragazzi a vent’anni che bruciano fiammiferi“ [Diese Zwanzigjährigen, die Streichhölzer verbrennen] erinnert an kurze, gefährliche Momente, die sofort wieder verlöschen. Danach wird der Ton noch direkter: „Noi che moriamo soltanto perché se no che vita è la mia“ [Wir, die nur sterben, denn sonst, was ist mein Leben?]. Das ist bewusst übertrieben und bitter, fast wie ein schwarzer Witz. Trotzdem kommt am Ende ein kleiner Gegenimpuls: „E rideremo un giorno“ [Und eines Tages werden wir lachen]. Die Welt ist hier kein sicherer Ort, aber die Stimme bleibt bei den anderen, hält sich fest und fragt weiter: Was wird sein?