Uptown bezeichnet in vielen englischsprachigen Städten die „bessere“ Gegend: eher wohlhabend, schick und gepflegt, im Gegensatz zu downtown (Zentrum, oft einfacher oder rauer). Wörtlich heißt es „oben in der Stadt“, wird aber meist gesellschaftlich verstanden: Menschen aus „uptown“ gelten als reich, elegant oder „high class“.
Im Lied ist die uptown girl ein Mädchen aus dieser reichen, vornehmen Welt, während der Erzähler eher aus der einfacheren Gegend stammt. Das Wort ist spannend, weil es nicht nur einen Ort beschreibt, sondern auch soziale Klasse, Lebensstil und ein kleines „Märchen“ von Liebe über diese Grenzen hinweg ausdrückt.
„Uptown Girl“ erzählt eine klassische Liebesgeschichte über Gegensätze, die sich anziehen. Der Sänger, ein bodenständiger „Downtown Man“, hat sich in ein „Uptown Girl“ aus der Oberschicht verliebt. Sie lebt in einer Welt voller Luxus und teurer Geschenke, einer sogenannten „white bread world“ (einer behüteten, etwas langweiligen Welt). Er ist überzeugt, dass sie noch nie jemanden wie ihn gedatet hat, einen einfachen Jungen aus der „back street“ (Seitenstraße).
Obwohl er sich keine Perlen oder teure Geschenke für sie leisten kann, ist der Sänger voller Hoffnung. Er glaubt, dass das Mädchen von ihrem privilegierten Leben und den „uptown boys“ gelangweilt ist und sich nach etwas Echtem und Aufregendem sehnt. Er ist zuversichtlich, dass sie, wenn sie sich erst einmal über ihre wahren Wünsche im Klaren ist, seinen wahren Wert erkennen und sich für ihn entscheiden wird. Der Song ist eine optimistische Hymne darüber, dass Liebe soziale Schranken überwinden kann.