Hésite bedeutet 'zögern' oder 'schwanken'. Es ist ein interessantes Wort, da es eine innere Unsicherheit oder einen Konflikt ausdrückt.
Im Lied singt der Künstler: "Et j'hésite ce jours là est si loin" (Und ich zögere, dieser Tag ist so weit entfernt). Hier fängt das Wort die Angst und Ungewissheit ein, ob ein geliebter Mensch zurückkehren wird, und verleiht dem Text eine emotionale Tiefe, die über ein einfaches 'warten' hinausgeht.
In „Bésame Mucho“ bittet SUAREZ um Küsse, als wäre die gemeinsame Nacht vielleicht die letzte: „Bésame, bésame mucho“ [Küss mich, küss mich sehr]. Der Sprecher hat Angst, die geliebte Person wieder zu verlieren, und möchte den Augenblick festhalten, bevor die Zeit davonläuft. Besonders direkt ist die Zeile „Como si fuera esta noche la última vez“ [Als wäre diese Nacht das letzte Mal]. Das klingt nicht nach vorsichtiger Romantik, sondern nach einer dringenden Bitte: Bitte jetzt, bitte viel, bitte ohne Aufschub.
Spannend ist der Wechsel ins Französische. Dort sagt der Sprecher, dass ein schöner Tag vielleicht zurückkommt, aber so weit entfernt wirkt, dass beide lieber so tun, als sähen sie sich zum letzten Mal: „Qu'on se voit pour la dernière fois“ [Dass wir uns zum letzten Mal sehen]. Er bittet um viele Küsse, damit er die fliehende Zeit vergessen kann, und stellt sich ein ewiges Verlangen vor, das in der Nacht zu der gerufenen Person fliegt. Am Ende bleibt für sein Lied nur „un seul mot pour aimer“ [ein einziges Wort, um zu lieben]. Dieses eine Wort ist „Bésame“: ein spanischer Kuss in einem sonst teilweise französischen Abschiedslied.