L'espoir bedeutet "die Hoffnung". Es ist ein zentrales Thema in diesem Lied und wird hier als ein "Projekt" beschrieben, was eine interessante und aktive Sichtweise auf Hoffnung darstellt.
Im Kontext des Liedes, "Où le projet C'est l'espoir" (Wo das Projekt Die Hoffnung ist), wird Hoffnung nicht nur als ein Gefühl, sondern als ein Ziel oder eine Aufgabe dargestellt, die man verfolgt. Dies verleiht dem Wort eine tiefere Bedeutung und macht es besonders einprägsam.
In „L’espoir“ spricht eine Person über ein Leben ohne unnötige Angst: Die Liebesworte seien angeblich nutzlos, man solle im Heute leben und habe „pas le temps pour le malheur“ [keine Zeit für das Unglück]. Die angesprochene Person wirkt dabei entwurzelt: Sie hat kein Buch im Regal und kennt weder ihren eigenen Namen noch ihren Vater. Trotzdem hält sie an einem einfachen Recht fest: „On a le droit au bonheur“ [Wir haben das Recht auf Glück]. Das ist direkt, fast trotzig, und gerade deshalb schön.
Die Bilder werden immer weiter: Die erzählende Person ist durch die Wüste und auf den Meeresgrund gegangen, hat aber „rien connu d’aussi beau que toi“ [nichts so Schönes wie dich] gesehen. Für die andere Person liegt die Hoffnung an einem Ort am Meer, wo das Ziel schlicht „l’espoir“ [die Hoffnung] ist. Sie träumt davon, die Städte abzuschalten, irgendwo einen Baum zu haben und das andere Ufer zu erreichen. Am Ende erscheinen beide als „deux cœurs solitaires“ [zwei einsame Herzen], die unter einem Gewächshaus leben und im Dunkeln hoffen. „L’espoir“ ist hier also kein großes Versprechen, sondern ein kleiner, beharrlicher Plan: das Glück noch einmal zu versuchen, bevor die Kindheit verschwindet.