Chinchorrear ist ein typisch puerto-ricanischer, umgangssprachlicher Ausdruck. Er bedeutet, entspannt von einem chinchorro zum nächsten zu ziehen, also von einfachen Strandbars oder kleinen Lokalen zu bummeln, etwas zu trinken und die Atmosphäre zu genießen.
Im Lied heißt es "De chinchorro a chinchorro", wodurch das Wort perfekt zum karibischen Lebensgefühl von Puerto Rico passt. Es ist besonders interessant, weil es regionale Kultur und Slang vermittelt, die man in alltäglichem Spanisch nicht überall hört.
„Calma“ ist eine Einladung, den Alltag für einen Tag auszuschalten. Der Erzähler wacht auf, sieht die geliebte Person und denkt: „Que ya todo lo encontré“ [Dass ich schon alles gefunden habe]. Danach geht es Hand in Hand zum Strand: „Vamos pa’ la playa / Pa’ curarte el alma“ [Gehen wir zum Strand, um deine Seele zu heilen]. „Pa’“ ist die lockere Kurzform von „para“, also „um zu“ oder „nach“. Das Handy soll aus bleiben: „Cierra la pantalla“ [Schließ den Bildschirm]. Stattdessen gibt es das Karibische Meer, Sonnenuntergang und Zeit zu zweit. „Lento y contento, cara al viento“ [Langsam und zufrieden, mit dem Gesicht im Wind] ist dabei fast das Motto des Liedes.
Die zweite Hälfte riecht nach Urlaub in Puerto Rico: baden, von einem „chinchorro“ zum nächsten ziehen, eine eiskalte Medalla trinken, Bob Marley hören und Sangría genießen. Ein „chinchorro“ ist hier eine einfache lokale Bar oder ein kleiner Imbiss. Auch „Coquito“, ein süßes puerto-ricanisches Kokosgetränk, soll helfen, sich „poco a poquito“ [nach und nach] zu entspannen. Der Text ist verspielt und manchmal ziemlich direkt: Die Person flirtet, tanzt Reggaeton und bewegt ihre Hüfte, während nur der Wind zusieht. Im Refrain wird alles ganz schlicht: „Calma, mi vida, con calma“ [Ganz ruhig, mein Schatz, ganz ruhig]. Wenn sie zusammen unterwegs sind und tanzen, fehlt ihnen nichts. Genau diese Mischung aus Strand, Musik, Flirt und Handy-Pause macht den Song so angenehm.