Mutilada bedeutet wörtlich „verstümmelt“. Es ist ein sehr starkes und emotionales Wort, das man nicht oft in Liedern hört.
In diesem Lied verwendet Mon Laferte es, um ihren tiefen Schmerz und das Gefühl der Zerstörung zu beschreiben, nachdem sie von ihrem Geliebten verlassen wurde. Sie singt: „Me siento mutilada y tan pequeña“ (Ich fühle mich verstümmelt und so klein), was die Intensität ihres Herzschmerzes und ihrer Verletzlichkeit eindringlich zum Ausdruck bringt.
Mon Laferte nimmt in diesem Popsong kein Blatt vor den Mund, wenn es um den totalen Trennungsschmerz geht. Sie liegt wieder im ehemals gemeinsamen Bett, umgeben von denselben Katzen und derselben Luft: „Hoy volví a dormir en nuestra cama y todo sigue igual, el aire y nuestros gatos“ („Heute habe ich wieder in unserem Bett geschlafen und alles ist wie immer, die Luft und unsere Katzen“). Genau dieser vertraute Alltag macht das Loslassen unmöglich. Sie fühlt sich förmlich verstümmelt und winzig („Me siento mutilada y tan pequeña“), während sie versucht zu verstehen, wie aus vertrauten Komplizen („ser tu cómplice“) plötzlich Fremde werden konnten.
Das Herzstück des Tracks ist das verzweifelte Flehen um eine Erklärung: „Ven y cuéntame la verdad, ten piedad y dime por qué“ („Komm und erzähl mir die Wahrheit, hab Erbarmen und sag mir warum“). Der spanische Ausdruck im Titel, „falta de querer“, beschreibt wörtlich einen „Mangel an Liebe“ oder schlichte Gleichgültigkeit. Mon Laferte singt davon, dass sie diesen Mangel an Zuneigung sogar noch ertragen konnte („Yo aún podía soportar tu tanta falta de querer“), doch das plötzliche Schweigen und die ungeklärte Kälte wie Gift wirken („La hiedra venenosa no te deja ver“ – „Das giftige Efeu lässt dich nicht sehen“). Ein ehrlicher, dramatischer Schrei nach Klarheit, der direkt ins Ohr geht.