Răscolim bedeutet wörtlich „wir durchwühlen“ oder „wir wühlen auf“. Es ist ein ausdrucksstarkes Verb, das eine aktive und manchmal auch intensive Suche oder ein Aufwühlen von etwas beschreibt.
Im Kontext des Liedes wird es poetisch verwendet, um das Aufwühlen von Erinnerungen zu beschreiben: „Poate așa, cu priviri / Răscolim amintiri“ (Vielleicht so, mit Blicken / Wühlen wir Erinnerungen auf). Es vermittelt die Vorstellung, dass Blicke ausreichen können, um alte Gefühle und Erinnerungen wiederzubeleben, was dem Wort eine romantische und tiefgründige Bedeutung verleiht.
„Sarutari Criminale“ ist ein Lied über jemanden, der eine vergangene Liebe einfach nicht aus dem Herzen bekommt. Die erzählende Person vermisst den anderen Menschen und würde ihn „de o mie de ori“ [tausendmal] zurückholen, wagt es aber nicht, den ersten Schritt zu machen. Besonders schön ist das Bild: „Grijile-s la mine, inima la ea“ [Die Sorgen sind bei mir, das Herz ist bei ihr]. Der Kopf bleibt also bei den Sorgen, während das Herz weiterhin der geliebten Person gehört. Die „sărutări criminale“ [kriminellen Küsse] sind dabei natürlich keine echte Straftat, sondern eine spielerisch übertriebene Bezeichnung für Küsse, die so stark nachwirken, dass man ihnen kaum entkommt.
Immer wieder schaut die Person zu den Sternen und zum Mond: „Sper că tu tot la ele“ [Ich hoffe, du schaust auch zu ihnen]. Vielleicht sehen beide denselben Himmel und können dadurch Erinnerungen und ihre Liebe wiederbeleben. Das Herz „tresare“ [zuckt oder schlägt plötzlich schneller], sobald es sich an die gemeinsame Zeit erinnert. Trotz der Trennung bleibt die Hoffnung auf eine Rückkehr bestehen: Die Geschichte sei noch nicht vorbei. Am Ende werden sogar Sterne, Mond, Wolken, Blitze und Donner zu Bildern für die beiden: Ihre Seite gehört dem Licht am Himmel, die eigene den dunklen, gewittervollen Wolken. Genau diese Mischung aus Sehnsucht, Hoffnung und ein bisschen dramatischer Übertreibung macht den Song so direkt.