Jineteando kommt vom Verb jinetear, was "reiten" oder "als Reiter unterwegs sein" bedeutet. Es ist ein lebendiges Wort, das die Kultur der mexikanischen Reiter, der jinetes, hervorhebt.
Im Lied singt der Mariachi: "Jineteando en mi caballo por la sierra yo me voy" (Auf meinem Pferd reitend gehe ich durch die Berge). Es vermittelt ein starkes Bild von Freiheit und Abenteuer, das typisch für die Mariachi-Musik ist.
Hier kommt die ultimative Hymne für alle, die das freie Leben feiern! Der Sänger stellt sich gleich zu Beginn ohne jede Bescheidenheit vor: „Soy un hombre muy honrado, que me gusta lo mejor“ („Ich bin ein sehr ehrbarer Mann, der das Beste mag“). Ihm fehlt es an nichts. Frauen, Geld und Liebe sind da („Las mujeres no me faltan, ni el dinero ni el amor“). Auf seinem Pferd reitet er durch die Berge (sierra), orientiert sich nachts einfach an Mond und Sternen und ruft im Refrain nach seiner Angebeteten: „Ay mi morena de mi corazón“ („Ach, meine Dunkelhaarige meines Herzens“). Das Wort morena beschreibt im Spanischen eine Frau mit dunklen Haaren oder dunklerem Teint und ist hier ein zärtlicher Kosename.
Der Rest ist purer Spaß an Musik und Hochprozentigem. Er spielt Gitarre, singt den Son (eine traditionelle kubanisch-mexikanische Musikrichtung) und lässt sich von einer Mariachi-Gruppe begleiten. Wenn er trinkt, dann keine halben Sachen: Aguardiente (wörtlich „brennendes Wasser“, ein starker Schnaps) ist für ihn das Beste, dicht gefolgt von weißem Tequila mit einer Prise Salz („con su sal le da sabor“). Ein geradliniger Track von Los Lobos und Antonio Banderas über Reiten, Singen, Trinken und die Liebe.