Pseudofruto bedeutet auf Deutsch „Scheinfrucht“. Es ist ein interessantes botanisches Wort, das man nicht oft in Liedtexten findet.
Im Lied wird es metaphorisch verwendet, um die Einzigartigkeit und den Wert der geliebten Person zu beschreiben. Die Zeile „Ser o pseudofruto, a pele do caju“ (Die Scheinfrucht sein, die Haut der Cashew) spielt auf die Cashewfrucht an, bei der der essbare Teil (die Cashewnuss) eigentlich der Samen ist und der fleischige Teil (der Cashewapfel) die Scheinfrucht. Es symbolisiert, dass die geliebte Person etwas Besonderes und vielleicht unerwartet Wertvolles ist, das über das Offensichtliche hinausgeht.
In Linikers „CAJU“ geht es um die Sehnsucht nach einer tiefen Verbindung und die Angst, allein zu sein. Sie fragt sich, ob jemand bereit ist, alles für sie zu tun, so wie im Text: „Quero saber se você vai correr atrás de mim num aeroporto, pedindo pra eu ficar, pra eu não voar“ [Ich möchte wissen, ob du mir an einem Flughafen hinterherlaufen wirst, mich bitten wirst zu bleiben, nicht wegzufliegen].
Sie fragt sich, ob diese Person sie wirklich kennt: „Você já decorou quantas tatuagens tenho? Se eu ligo pra cartoon ou rabisco os meus desenhos?“ [Hast du dir schon gemerkt, wie viele Tattoos ich habe? Ob ich Cartoons mag oder meine Zeichnungen kritzle?]. Es ist eine wunderschöne und ehrliche Suche nach einem Partner, der sie in all ihren Facetten sieht und liebt, auch wenn sie zugibt: „No fundo, eu tenho medo de correr sozinha e nunca alcançar“ [Tief im Inneren habe ich Angst, alleine zu rennen und niemals anzukommen].