Duna bedeutet „Düne“, also einen vom Wind geformten Hügel aus Sand. Das Wort ist im Spanischen eher poetisch und im Alltag nicht besonders häufig.
Im Lied erscheint es in der bildhaften Zeile „Soy mujer de lluvia, de sangre en luna, de tierra, sal y duna“. Dadurch beschreibt die Sängerin ihre Identität mit kraftvollen Bildern aus Natur, Erde und Wüste.
In „Nada“ zieht Lido Pimienta Bilanz, und die Rechnung geht nicht auf. Strophe für Strophe zählt sie auf, was sie gefühlt, gelernt, gegeben und erhofft hat, und jede Zeile endet beim selben Ergebnis: „ya no me queda nada“ (mir bleibt nichts mehr). Das klingt nach Verzweiflung, wird aber durch die ständige Wiederholung fast zu einer Beschwörung. Wer alles verloren hat, hat auch nichts mehr zu fürchten.
Genau da dreht sich das Lied. „Soy mujer de lluvia, de sangre en luna“ (ich bin eine Frau aus Regen, aus Mondblut), singt sie, und stellt sich dem Tod direkt entgegen: „Aquí la espero de frente y sonriente“ (hier erwarte ich ihn, Auge in Auge und lächelnd). Den Schmerz trägt sie weiter in sich, „el dolor lo llevo dentro“ (den Schmerz trage ich in mir), aber er macht ihr keine Angst mehr. Ein trauriges Lied, das am Ende erstaunlich stur und stolz klingt.