Vrăjitor bedeutet wörtlich „Zauberer“ oder „Magier“. Es ist ein interessantes Wort, da es eine mystische und fesselnde Konnotation hat, die man nicht oft in Pop-Songs findet.
Im Lied wird es verwendet, um die anziehende und bezaubernde Wirkung einer Person zu beschreiben: „Frumușel brunețel vrăjitor“ (Hübsch, brünett, zauberhaft/magisch). Es verleiht der Beschreibung eine spielerische und fast magische Qualität, die den Hörer neugierig macht.
„Mor după tine“ bedeutet wörtlich „Ich sterbe für dich“, ist hier aber eine starke, spielerische Redewendung für: Ich bin völlig verrückt nach dir. Im Refrain wird dieser Satz immer wiederholt, als könnte die anziehende Person gar nicht genug bekommen. Die Beziehung wirkt wie ein freches Hin und Her: „Mă alintă mă coace mă ține pe ace“ [Sie verwöhnt mich, lässt mich schmoren und hält mich auf Nadeln]. „Pe ace“ meint dabei nicht echte Nadeln, sondern die ungeduldige Spannung des Wartens. Mal gibt es Nähe, mal Kälte: „Îmi dă rece îmi dă calde“ [Sie gibt mir Kaltes, sie gibt mir Warmes]. Genau dieses Wechselspiel macht die andere Person so schwer zu widerstehen.
Besonders witzig ist der selbstbewusste Ton. Das lyrische Ich weiß, dass der andere gern Spielchen treibt, verlangt aber trotzdem: „Și dacă te sun tu trebuie să-mi răspunzi“ [Und wenn ich dich anrufe, musst du mir antworten]. In „Ne amăgim mereu, mereu e du-te vino“ [Wir machen uns ständig etwas vor, immer geht es hin und her] wird das Muster offen ausgesprochen. Dazu kommen Flirt, Eifersucht und viel körperliche Anziehung: Das Feuer zwischen beiden wird als „latino“ beschrieben, und die Filme des anderen werden mit Tarantino verglichen, also mit übertrieben dramatischen, spannenden Szenen. Am Ende darf der andere zwar gehen, soll aber immer wieder zurückkommen. Lazy Ed und JO erzählen damit keine ruhige Liebesgeschichte, sondern ein kokettes Spiel aus Verlangen, Kontrolle und Rückkehr.