Klatergoud bedeutet wörtlich „Katzengold“ oder „Flittergold“. Es ist ein interessantes Wort, da es etwas beschreibt, das glänzt und wertvoll aussieht, aber in Wirklichkeit keinen echten Wert hat.
Im Lied wird es verwendet, um die Zerstörung der Natur zu kritisieren: „Een boom van duizend jaren oud wordt neergehaald in het woud en omgeruild voor klatergoud.“ Dies deutet darauf hin, dass alte Bäume für etwas Wertloses geopfert werden, was die Oberflächlichkeit und Gier der Menschen hervorhebt.
In „De Aarde Beeft“ von K3 aus Belgien prallt hektischer Alltag auf die Warnzeichen der Umwelt: Autos rasen durch die Straße, die Welt wird „te snel“ (zu schnell), und ein Eisberg kippt ins Meer. Im Fernsehen stehen Minister und sagen sinngemäß: „ach, het valt wel mee“ (ach, es ist halb so schlimm). Das englische „My god“ wirkt dabei wie ein kurzer, erschrockener Ausruf. Der Refrain „En de aarde beeft“ bedeutet „Und die Erde bebt“. Gemeint ist hier nicht nur ein echtes Erdbeben, sondern auch der Eindruck, dass der Planet unter dem Verhalten der Menschen zittert.
Die Bilder werden noch deutlicher: Ein tausend Jahre alter Baum wird gefällt und für „klatergoud“ (glitzernden, wertlosen Prunk) ersetzt. K3 fragt, warum Kinder immer als Zukunft bezeichnet werden, wenn Erwachsene ihnen trotzdem keine bessere Welt hinterlassen. „Zeg nee zo luid als je kan“ heißt „Sag so laut Nein, wie du kannst“: Aus der Klage wird ein gemeinsamer Aufruf zum Handeln. Die Erde gehört laut Lied nicht nur den Menschen, sondern wird mit „alles dat leeft“ (allem, was lebt) geteilt und an die eigenen Kinder weitergegeben. Besonders schön ist das direkte Ende: „En leg je hand in mijn hand“ bedeutet „Und leg deine Hand in meine Hand“. Aus dem Protest wird Zusammenarbeit.