Regard bedeutet "Blick" oder "Anblick". Es ist ein scheinbar einfaches Wort, das in diesem Lied jedoch eine tiefe und poetische Bedeutung hat.
Joseph Kamel singt über seine zukünftige Tochter und stellt sich vor, dass ihr Blick etwas Besonderes haben wird, das andere nicht haben: "Mais dans ton regard, il y aura ce que les autres n'ont pas." Es ist ein Blick voller Hoffnung und Einzigartigkeit, der die Welt schöner macht, selbst wenn sie nicht perfekt ist. Dieses Wort fängt die zärtliche Erwartung und die tiefe Liebe eines Vaters ein.
In „Ton Regard“ spricht Joseph Kamel zu einer Tochter, die noch gar nicht geboren ist. Er stellt sich vor, wie sie einmal sein wird: „Ma fille qui n'existe pas encore“ [Meine Tochter, die es noch nicht gibt]. Bis zu ihrer Ankunft hat er Zeit, Dinge zu lernen, die er noch nicht weiß. Die Welt beschreibt er ehrlich als keinen besonders schönen Ort: „Le monde est pas le plus beau des décors“ [Die Welt ist nicht die schönste Kulisse]. Trotzdem glaubt er, dass ihre Sicht auf die Welt etwas Besonderes tragen wird. In ihrem Blick, „ton regard“ [dein Blick], will er etwas erkennen, das andere nicht sehen.
Besonders stark ist sein Versprechen: Er will alles geben, damit sie ihre „ailes“ [Flügel] behalten darf, selbst wenn er dafür seine eigenen opfern müsste. Das ist ein schönes, ein bisschen dramatisches Bild für Schutz und Unterstützung. Auch wenn zwischen ihnen einmal alles schiefgeht oder andere gegen sie sind, will er bleiben: „Je serai toujours là“ [Ich werde immer da sein]. Die Tochter erscheint dabei nicht nur als Kind, sondern als jemand, der die Zukunft noch verändern kann: „Ce qu'on a fait, tu peux encore le changer“ [Was wir getan haben, kannst du noch verändern]. Sogar bevor sie da ist, träumt er davon, dass sie alles „déranger“ [durcheinanderbringen] und neue Hoffnung möglich machen wird. Der Titel passt deshalb perfekt: Für ihn liegt die Hoffnung auf eine andere Welt in ihrem Blick.