Ilusionaste kommt vom Verb ilusionar und bedeutet hier nicht einfach „du hast mich erfreut“, sondern „du hast mir romantische Hoffnungen gemacht“ oder „du hast mich träumen lassen“.
Im Lied wirft der Sänger der geliebten Person vor: „¿Para qué ilusionaste?“ Dadurch klingt das Wort zugleich zärtlich und schmerzhaft, weil die geweckten Hoffnungen am Ende enttäuscht wurden.
Ein Mann zählt auf, was er alles hergegeben hat, und fragt dann, wofür. In den Strophen kommt die Liste: "Te di mi cariño, te di mi confianza" (Ich gab dir meine Zuneigung, ich gab dir mein Vertrauen), dazu seine Wärme und am Ende sein ganzes Leben, und das alles "por tan solo un minuto" (für nur eine Minute) ihrer Leidenschaft. Der Refrain stellt die Frage, die dem Song den Namen gibt: "¿Y todo para qué?" (Und wozu das alles?).
Das Schöne ist die Wendung im Refrain. Gerade hat er noch gefragt, wozu sie ihm überhaupt Hoffnung gemacht hat, und dann sagt er: "Pero no me arrepiento" (Aber ich bereu es nicht), weil sie ihn in jedem Moment glücklich gemacht hat. Er ist verletzt, aber nicht verbittert. Und mit "Que por no mirarte, me puedes matar" (Dass du mich umbringen kannst, wenn ich dich nicht ansehe) übertreibt er so herzlich, wie man es nur in einem Norteño-Liebeslied darf.