Kirosana bedeutet „Fluchwort“ oder „Schimpfwort“. Es ist ein interessantes Wort, da es im Titel des Liedes vorkommt und eine zentrale Botschaft vermittelt.
Im Lied „Kiitos Ei Ole Kirosana“ (Danke ist kein Fluchwort) wird betont, dass Freundlichkeit und Dankbarkeit keine negativen Dinge sind, sondern im Gegenteil positive Kräfte. Das Wort „kirosana“ hebt diesen Kontrast hervor und macht die Botschaft des Liedes besonders einprägsam.
Haloo Helsinkis „Kiitos Ei Ole Kirosana“ schaut auf eine Welt, in der Menschen zu schnell urteilen und zu selten helfen. Ein Mann will ein weinendes Kind retten, doch die Mutter hält ihn sofort für einen „pedo“: „Mies meni itkevää lasta auttamaan“ [Ein Mann ging, um einem weinenden Kind zu helfen]. Eine Frau liegt auf der Straße, und niemand hilft, weil sie verwirrt wirkt, obwohl es ein Herzinfarkt war. Besonders direkt ist die Frage: „Miks on niin helvetin vaikeeta katsoo silmiin“ [Warum ist es verdammt schwer, jemandem in die Augen zu sehen?]. Das Lied macht daraus keine höfliche Predigt, sondern schimpft über Gleichgültigkeit, Angst und die Gewohnheit, einfach wegzuschauen.
Der Refrain dreht diese Sprachlosigkeit in Mut: „Et suuta auki saa“ [Du bekommst den Mund nicht auf], doch wenn du lauter rufst, wird deine Stimme gehört und gibt Kraft für den nächsten Tag. „Kiitos ei oo kirosana“ heißt wörtlich: „Danke ist kein Schimpfwort“. Ein Danke, eine Entschuldigung oder ein Lächeln sind hier kleine Handlungen mit großer Wirkung: „jos sä pyydät anteeks sä saat anteeks“ [wenn du um Verzeihung bittest, bekommst du Verzeihung]. Auch die ironischen Bilder bleiben hängen, etwa die Warnung, niemanden anzulächeln, weil ein Lächeln ansteckend sein könnte. Die Zeile über „Hannu“ und „Kerttu“ spielt auf Hänsel und Gretel an und macht sich darüber lustig, dass manche Fragen einfach nie geklärt werden. Am Ende klingt der Refrain wie ein freundlicher Befehl: Mund auf, hinschauen, Danke sagen und wieder aufstehen.