Das Wort "instinto" bedeutet "Instinkt" und ist ein zentrales Thema in diesem Lied. Es ist ein interessantes Wort, da es eine tiefere Bedeutung hat als alltägliche Vokabeln.
Im Kontext des Liedes verwendet der Sänger "instinto", um seine Untreue zu erklären. Er singt: "Mas foi como foi, o instinto fez / Meu corpo ser de outro alguém" (Aber es war, wie es war, der Instinkt ließ / Meinen Körper jemand anderem gehören). Dies deutet darauf hin, dass er seine Handlungen als eine unkontrollierbare, instinktive Reaktion darstellt, was eine faszinierende Rechtfertigung für sein Verhalten ist.
Der brasilianische Pagode-Sänger Gamadinho redet in „Instinto“ nicht lange um den heißen Brei herum: Er hat Mist gebaut und weiß es ganz genau. Anstatt sich billige Ausreden auszudenken, gesteht er direkt ein, dass sein Fleisch schwach war: „Num deslize, minha carne fraquejou“ (Bei einem Ausrutscher wurde mein Fleisch schwach). Er versucht gar nicht erst, die verletzte Person mit Worten zu besänftigen, weil er einsieht: „Nada que eu fale vai curar sua decepção“ (Nichts, was ich sage, wird deine Enttäuschung heilen). Die klassische Traumhochzeit mit Reisregen und Brautstrauß sagt er selbst enttäuscht ab – „Chuva de arroz, rosas no buquê / Deixa pra depois, pra quem merecer“ (Reisregen, Rosen im Strauß / Heb das für später auf, für jemanden, der es verdient).
Was den Songtext so ehrlich und bitter macht, ist seine schonungslose Erklärung für den Seitensprung. Eine Liebe zu zweit funktioniert eben nicht zu dritt („Um amor a dois não se vive a três“), doch für eine Sekunde hat er einfach seinem Trieb nachgegeben: „o instinto fez / Meu corpo ser de outro alguém“ (der Instinkt sorgte dafür, dass mein Körper jemand anderem gehörte). Am Ende bleibt ihm nur die bittere Erkenntnis, nun ohne den Menschen weiterleben zu müssen, den er eigentlich so dringend braucht: „Vou levar a vida sem alguém que eu não vivo sem“ (Ich werde mein Leben ohne jemanden weiterführen, ohne den ich nicht leben kann).