Pentiamo kommt vom Verb pentirsi, was 'bereuen' oder 'Reue empfinden' bedeutet. Es ist ein interessantes Wort, da es eine tiefere emotionale Bedeutung hat als alltägliche Verben.
Im Lied singt Gabry Ponte: "Domani poi ci pentiamo" (Morgen bereuen wir es dann). Es fängt die jugendliche Sorglosigkeit und das Bewusstsein ein, dass die ausgelassenen Nächte und Entscheidungen später vielleicht bereut werden, aber im Moment zählt nur der Spaß.
Gabry Ponte packt in diesen energiegeladenen Dance-Track eine wilde Mischung aus Partyrausch und typisch italienischen Klischees. Der Song startet direkt mit der Beichte an die Mutter: Mamma stasera non ritorno (Mama, heute Abend komme ich nicht zurück), während man sich ironisch als unschuldig darstellt mit Spaghetti, vino e padre nostro (Spaghetti, Wein und Vaterunser). Ponte wirft bekannte Bilder durcheinander: die Mona Lisa, die in Paris hängt (E la Gioconda ride / Va bene, ma lei sta a Parigi), verbotene Küsse in dunklen Gassen und den typischen Kreis aus amici degli amici (Freunden von Freunden). Im Refrain zählt dann nur noch der Moment auf dem Dancefloor mit einem Drink in der Hand (Lasciateci ballare / Con un bicchiere in mano), selbst wenn man das überstürzte Ti amo am nächsten Tag vielleicht bereut.
In den Strophen wird es fast ein bisschen satirisch, wenn Ponte die Widersprüche des Landes aufzählt. Er spottet über Haute Cuisine aus Resten (Cucina stellata di avanzi), ruft sarkastisch den Politiker Bettino Craxi an (beato santissimo Craxi) und zeigt das Bild von Goldkettchen über Unterhemden (Con le collanine d'oro sulle canottiere). Sogar die Politik und Blaulichter ziehen vorbei (L'auto blu, i lampeggianti), gefolgt von der berühmten linken Parole Avanti, popolo, avanti (Vorwärts, Volk, voran). Am Ende wischt der Track all das mit einem schulterzuckenden Fa niente, così è la vita (Macht nichts, so ist das Leben) beiseite, weil am Ende doch nur eines zählt: Zu diesem Beat springt ganz Italien (con 'sta roba ci salta / Tutta l'Italia).