Silex bedeutet wörtlich „Feuerstein“. Es ist ein ungewöhnliches und poetisches Wort, das man nicht oft in Liedern findet.
In diesem Lied verwendet Françoise Hardy es, um die schnelle Entflammbarkeit ihres Herzens zu beschreiben: „Mon coeur de silex vite prend feu“ (Mein Herz aus Feuerstein fängt schnell Feuer). Dies steht im Kontrast zu einem „Herz aus Pyrex“, das dem Feuer widersteht, und verleiht dem Text eine besondere Tiefe und Bildsprache.
Françoise Hardy singt hier von einem Abschied, den sie überhaupt nicht akzeptieren möchte. Gleich am Anfang bittet sie um eine Erklärung: „Comment te dire adieu“ [Wie soll ich dir Lebewohl sagen?]. Die Frage kommt immer wieder, als würde sie dadurch Zeit gewinnen. Ihr eigenes Herz nennt sie „de silex“ [aus Feuerstein], also hart und doch fähig, sofort Feuer zu fangen. Das Herz der anderen Person sei dagegen „de pyrex“ [aus hitzebeständigem Glas] und halte dem Feuer stand. Dieses Bild ist zugleich klug und ein bisschen frech: Eine Seite brennt, die andere bleibt unbeeindruckt.
Besonders viel Spaß macht das Wortspiel mit „ex“. Eine alte Liebe ist eine „ex“, doch die Sängerin findet, eine „explication“ [Erklärung] wäre besser als ein endgültiger Abschied. Sie möchte ihre Augen nicht offen vor der anderen Person zeigen, sondern lieber „derrière un kleenex“ [hinter einem Taschentuch] weinen. „Kleenex“ ist hier der Markenname für ein Papiertaschentuch. Später heißt es, die andere Person habe die schlaflosen Nächte und die graublauen Morgen „mis à l’index“ [auf den Index gesetzt, also verworfen]. Zwischen Tränen, Wortspielen und der hartnäckigen Bitte um eine Erklärung klingt das Lied wie ein elegantes, leicht ironisches Ringen gegen das Ende.