Monolocale bedeutet wörtlich „Einzimmerwohnung“ oder „Studio-Apartment“. Es ist ein spezifisches Wort, das nicht in jedem Lied vorkommt und einen interessanten Einblick in den Kontext des Liedes gibt.
Im Lied wird das Wort verwendet, um den Ort zu beschreiben, an dem sich die Protagonisten befinden: „In un monolocale sui Navigli in quaranta metri“. Es vermittelt ein Gefühl von Intimität und den bescheidenen Anfängen einer Beziehung, was es zu einem einprägsamen und bedeutungsvollen Wort macht.
In „Ferma A Guardare“ von Ernia mit Pinguini Tattici Nucleari erzählt ein Mann von seiner Angst, sich wirklich zu binden. Früher hielt er Beziehungen auf Abstand und redete sich ein, dass man sich als Erwachsener nicht mehr an Menschen bindet. Dann kommt eine Frau mit blauen Augen, und plötzlich erkennt er genau die Angst, vor der er fliehen wollte: „Trovo la paura che ho di innamorarmi“ [Ich finde die Angst, die ich vor dem Verlieben habe]. Seine Ausreden sind für ihn wie eine Wolke, die er selbst erzeugt, damit er ihr nicht zu nahekommt. Dabei beginnt alles leicht und direkt: Beim ersten Date fragt sie ihn vor ihrer Haustür, ob er noch mit nach oben kommt.
Monate später steht er an derselben Stelle, diesmal nach einer Verletzung, die er ihr zugefügt hat. Sie schickt ihn weg: „Non mi fare mai più del male“ [Tu mir nie wieder weh]. Der Refrain dreht sich um das Bild, das dem Lied seinen Titel gibt: Sie kann nicht einfach „ferma a guardare“ [still dastehen und zusehen], wie er die Treppe hinuntergeht und verschwindet. Gleichzeitig weiß er selbst, dass er ihre Vergebung kaum verdient, weil er während ihrer Beziehung andere Frauen angesehen hat. Besonders schön und ein bisschen unbeholfen wird es am Ende: Er denkt sogar beim Warten auf der Post an sie, kommt mit Blumen zurück und steht verlegen vor ihr. Ob sie ihn wieder hereinlässt, bleibt offen. Sicher ist nur, dass er endlich merkt, was seine Ausreden angerichtet haben.