Cachaste kommt vom mexikanischen Verb cachar und bedeutet hier „du hast mich bemerkt“ oder „du hast mich entdeckt“. In der Zeile „Tú me cachaste y me gustaste más“ beschreibt es spielerisch den Moment, in dem die beiden einander wahrnehmen. Das Wort ist besonders interessant, weil cachar in Mexiko umgangssprachlich ist und je nach Kontext auch „erwischen“ bedeuten kann.
In „Dime Cómo Quieres“ liefern sich der mexikanische Sänger Christian Nodal und Ángela Aguilar einen herrlich frechen musikalischen Schlagabtausch. Er sieht sie auf der Straße vorbeilaufen und versucht sofort sein Glück: „¡Ay, qué chula rancherita! Hola, ¿cómo estás?“ (Ach, was für ein hübsches Cowgirl! Hallo, wie geht's dir?). Das mexikanische Wort „chula“ bedeutet umgangssprachlich einfach „hübsch“ oder „süß“. Doch Ángela lässt ihn eiskalt abblitzen. Sie stellt direkt klar, dass sie nicht so leicht zu haben ist wie die Mädchen, mit denen er sonst abhängt. Selbst als er verspricht: „Este vato se hace a tu manera“ (Dieser Typ passt sich ganz an dich an – „vato“ ist mexikanischer Slang für „Typ“ oder „Kerl“), bleibt sie skeptisch.
Egal, was Christian vorschlägt, Ángela hat sofort die passende Abfuhr parat. Will er ihr Rosen schenken? „Como quiera, se me van a marchitar“ (Sie verwelken mir doch sowieso). Droht er mit einem Ständchen? „Como quiera, te va a correr mi papá“ (Mein Vater wird dich sowieso verjagen). Obendrein können ihn weder ihre Freundinnen noch ihre Familie leiden. Er beteuert zwar brav, dass er gar nicht so schlimm ist wie sein Ruf, aber sie kontert trocken: „No soy una tonta pa' dejarme engañar“ (Ich bin nicht dumm genug, um mich täuschen zu lassen). Ein wunderbar witziges Duett über hartnäckiges Flirten und eine Frau, die sich absolut nichts vormachen lässt!