„S'pâme“ ist eine spielerisch verkürzte Form von „se pâme“, dem Verb se pâmer: in Verzückung geraten, vor Begeisterung dahinschmelzen oder ohnmächtig werden. In dem Lied beschreibt es einen Moment voller Schönheit und Lebensfreude: „C'est si bon quand on s'pâme“ bedeutet sinngemäß „Wie schön es ist, wenn man vor Glück dahinschmilzt.“
Camille lädt in „Suis-moi“ zu einer Reise ohne festen Plan ein. Schon „S'il vous plaît, dessine-moi un mouton“ [Bitte, zeichne mir ein Schaf] klingt wie ein Sprung in eine kindlich-fremde Welt. Danach führt das wiederholte „Suis-moi“ [Folge mir] an einen Ort, den die Sängerin selbst nicht ganz erklären kann: „là où rien ne presse“ [dort, wo nichts drängt]. Das erfundene „mishliboo“ und die lautmalerischen „Padadadi poudouda“-Silben machen die Orientierungslosigkeit zum Spaß. Man muss nicht genau wissen, wo man landet, solange man fast schon da ist.
Besonders schön sind die verkürzten Umgangsformen: „S'pose“ kommt von se poser, also sich hinsetzen oder zur Ruhe kommen, und „S'perd“ bedeutet „sich verirren“. Die Sängerin feiert es, Fragen loszulassen, die Arme zu öffnen, sich zu verlieren und „de rire“ [vor Lachen] zusammenzuklappen. Selbst der Regen weint in ihrer Fantasie vor Freude. Später wird aus dem Folgen ein Spiel mit Identität: „et si moi c'était toi?“ [und wenn ich du wäre?]. Die Wörter stolpern, kleben aneinander und werden schmutzig, verschwitzt oder rußig. Am Ende reicht die einfache Feststellung „C'est si bon quand ça s'passe“ [Es ist so gut, wenn es einfach passiert]: Für einen Moment muss nichts erklärt werden.