Babita ist die Verkleinerungsform von baba, was "Sabber" oder "Speichel" bedeutet. Es ist ein eher ungewöhnliches Wort in Liedtexten und verleiht dem Lied eine spielerische, fast kindliche Note.
Im Lied singt der Erzähler: "Se me sale la babita, yo no lo puedo evitar" (Mir läuft der Sabber aus, ich kann es nicht vermeiden). Dies drückt auf humorvolle Weise aus, wie sehr er von der Person, die er besingt, angetan ist – so sehr, dass er buchstäblich sabbert. Es ist eine sehr bildliche und einprägsame Art, starke Zuneigung oder Verliebtheit auszudrücken.
„Chan Chan“ fühlt sich an wie eine kleine Reise durch den Osten Kubas. Der Sänger nennt mehrere Orte: „De Alto Cedro, voy para Marcané“ [Von Alto Cedro fahre ich nach Marcané] und „Llego a Cueto, voy para Mayarí“ [Ich komme in Cueto an und fahre nach Mayarí]. Diese Zeilen kehren immer wieder, fast wie ein Wegweiser im Takt. Dazu kommt eine sehr direkte Liebeserklärung: „El cariño que te tengo / no te lo puedo negar“ [Die Zuneigung, die ich für dich empfinde, kann ich nicht leugnen]. Dann wird es herrlich bildhaft und ein bisschen komisch: „Se me sale la babita“ [Mir läuft das Wasser im Mund zusammen]. Der Sänger kann seine starke Zuneigung also kaum verbergen.
In der nächsten Szene arbeiten Juanica und Chan Chan am Meer und sieben Sand. Während Juanica das „jibe“ schüttelt, bekommt Chan Chan Mitleid oder fühlt sich bedrückt: „A Chan Chan le daba pena“ [Chan Chan tat es leid / Chan Chan war traurig]. Danach bittet der Sänger darum, den Weg von Stroh zu befreien, weil er sich auf einen bestimmten Baumstamm setzen möchte: „Limpia el camino de paja“ [Mach den Weg vom Stroh frei]. Nur liegt der Stamm im Weg, sodass er nicht ankommt. Gerade diese Mischung aus Ortsnamen, Arbeit am Meer, Begehren und einem ganz praktischen Hindernis macht den Text so charmant: Er erzählt keine glatt erklärte Geschichte, sondern lässt einzelne Szenen wie Erinnerungsbilder vorbeiziehen.