Fulmine bedeutet 'Blitz'. Es ist ein dramatisches und visuelles Wort, das man nicht alltäglich in Liedern hört.
Im Lied singt Benji & Fede: "Prima che cada l'ultimo fulmine" (Bevor der letzte Blitz einschlägt). Sie nutzen es, um die Dringlichkeit und Intensität ihrer Gefühle zu unterstreichen, als ob sie vor einem wichtigen, unwiderruflichen Moment stehen, bevor es zu spät ist. Es verleiht dem Wunsch, schnell bei der geliebten Person zu sein, eine besondere poetische Tiefe.
„Dove e quando?“ bedeutet „Wo und wann?“ und ist hier eine ziemlich direkte Liebesnachricht: Der Sänger will endlich wissen, wo und zu welcher Zeit er die andere Person treffen soll. Er fährt bis zum Morgen, begleitet vom Mond, und verspricht: „Da stasera non arrivo in ritardo“ [Ab heute Abend komme ich nicht zu spät]. Verkehr zählt nicht mehr als Ausrede, und statt langer Nachrichten soll sie einfach die Position schicken. Das wirkt zugleich entschlossen und ein bisschen selbstironisch, weil er seine früheren „scuse stupide“ [dummen Ausreden] ausdrücklich zugibt.
Die Bilder springen zwischen Abenteuer und Alltag: Berge, eine Lagune am Meer, ein Zug, der nur einmal fährt, und der letzte Blitz, bevor er ankommt. Die Zeile „Le nostre litigate / Ce le paghiamo a rate“ [Unsere Streitigkeiten bezahlen wir in Raten] ist besonders witzig: Ihre Konflikte sind noch nicht erledigt, sondern werden nach und nach „abbezahlt“. Trotzdem sucht er einen kühleren Ort und ein Haus nur für sie beide. Er möchte Zeit ohne Handy, zum Tanzen, ausdrücklich „senza reggaeton“ [ohne Reggaeton]. Am Ende beschleunigt er noch einmal, bittet sie, seinen Platz freizuhalten, und findet sogar ein Treffen ohne Getränke völlig in Ordnung. Hauptsache: Sie sagt ihm, wo und wann.