Mezzanotte bedeutet wörtlich „Mitternacht“. Es ist ein klassisches und romantisches Wort, das oft mit Geheimnissen und besonderen Momenten verbunden ist.
Im Lied wird „Mezzanotte“ verwendet, um eine intime und magische Zeit zu beschreiben, in der die Protagonisten einen Kuss im Dunkeln teilen und sich unter dem Blick des Mondes verbunden fühlen. Es symbolisiert einen Höhepunkt der Romantik und des Gefühls.
Ana Mena, eine Künstlerin aus Spanien, singt hier auf Italienisch von einem flüchtigen, nächtlichen Moment zwischen zwei Menschen. Am Meer bemerkt die Erzählerin den anderen zunächst fast zufällig: „Io e te, mare chiaro“ [Du und ich, klares Meer]. Zwischen vielen Leuten verliert sich ihr Herz, doch ein Blick sagt mehr als Worte. Sie berühren sich nur ganz leicht und tun so, als wäre nichts passiert, obwohl sie eigentlich nur diese eine Person will. Besonders schön ist die Zeile „E quel tuo sguardo che mi conosce“ [Und dein Blick, der mich kennt]. Dieser Blick versteht sie besser als der Mond um Mitternacht. Sehr romantisch, ein bisschen melancholisch und auch herrlich direkt.
Im Refrain tanzen nur die beiden weiter, küssen sich im Dunkeln und halten diesen Augenblick fest. „Questo attimo fuggente durerà all’infinito“ [Dieser flüchtige Augenblick wird ewig dauern] klingt dabei wie ein Wunsch gegen das Ende der Nacht. „È il nostro goldenpoint“ [Das ist unser goldener Punkt] meint den entscheidenden Moment, in dem alles für sie stimmt. Doch danach ist es vorbei: Sie kann nicht glauben, dass alles beendet ist, und vermisst sogar den Teil des anderen, den sie nie verstanden hat. Das Bild vom roten Wein, der langsam in sie hineinsinkt und zur Farbe ihres Kleides passt, macht den Abschied sinnlich und sehr konkret. „Mezzanotte“ [Mitternacht] ist deshalb die Zeit für Küsse, Blicke und ein kleines Glück, das sich unendlich anfühlen soll, obwohl es vielleicht nur eine Nacht dauert.