Capaz bedeutet "vielleicht" oder "möglicherweise". Es ist ein Wort, das Unsicherheit oder eine Möglichkeit ausdrückt, und es ist der Titel des Songs!
Im Lied wiederholt der Künstler "Capaz" mehrmals, um verschiedene Szenarien zu erkunden, die in einer Beziehung hätten passieren können: "Capaz no funcionamos" (Vielleicht haben wir nicht funktioniert), "Capaz nos dimos la mano" (Vielleicht haben wir uns die Hand gegeben). Es fängt die nachdenkliche und spekulative Stimmung des Songs perfekt ein.
In „Capaz (merengueton)“ von alleh aus Venezuela mit Yorghaki geht es um eine kurze, intensive Begegnung, bei der beide sofort dasselbe fühlen. Sie verbringen die Nacht zusammen, kommen sich körperlich näher und merken erst im Morgengrauen, wie schnell die Stunden vergangen sind: „Las horas se hicieron cortas“ [Die Stunden wurden kurz]. Das Wort „capaz“ bedeutet hier „vielleicht“ oder „möglicherweise“. Im Refrain klingt deshalb immer die Unsicherheit mit: „Y capaz no funcionamos“ [Vielleicht funktionieren wir nicht]. Vielleicht hat es nicht für eine Beziehung gereicht, vielleicht sind sie zu früh gegangen, obwohl sie länger bleiben wollten. Gerade diese Mischung aus Küssen, Zweifel und Hoffnung macht den Song so leichtfüßig und direkt.
Die erzählende Person wollte den anderen Menschen vergessen, hat es aber „casi“ [fast] geschafft. Stattdessen folgt sie ihm oder ihr in den sozialen Medien „como fan a paparazzi“ [wie ein Fan einem Paparazzo folgt], eine witzige, übertriebene Vorstellung vom heimlichen Beobachten. Im Tanz-Teil wird der Ton noch körperlicher: „ven, pégate“ [komm, rück näher] und „pega tu cintura“ [drück deine Hüfte an mich]. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, wie es endet. „¿Quién quita que se nos da?“ [Wer weiß, vielleicht klappt es mit uns?] klingt wie eine spontane Einladung, dieser Nacht noch eine Chance zu geben. Umgangssprache wie „sentimo'“ für „sentimos“ und „envicia'o“ für „enviciado“ macht den Text locker und gesprächsnah.