Paranoid bedeutet, dass man ein übertriebenes, oft unbegründetes Misstrauen oder eine Angst empfindet, beobachtet oder verfolgt zu werden. Das Wort klingt im Deutschen fast genauso wie im Englischen, was es leicht erkennbar macht.
In diesem Lied fragt sich der Sänger "Or am I just paranoid?" (Oder bin ich nur paranoid?), und bringt damit seine Unsicherheit zum Ausdruck, ob die unheimliche Beobachtung real ist oder nur Einbildung. Es ist ein starkes Wort, das die zentrale Angst des Liedes perfekt einfängt.
Stell dir vor, du bist ein ganz normaler Typ mit einem ganz normalen Leben. Du gehst von neun bis fünf zur Arbeit und willst abends einfach nur deine Ruhe haben. Aber was, wenn du das Gefühl nicht loswirst, dass dich ständig jemand beobachtet? Genau darum geht es in Rockwells Hit „Somebody's Watching Me“ aus dem Jahr 1984. Der Song beschreibt auf eine fast schon humorvolle Weise die Paranoia eines Mannes, der sich in seinem eigenen Zuhause nicht mehr sicher fühlt. Er verriegelt die Tür, hat Angst beim Duschen (eine Anspielung auf den Gruselfilm Psycho!) und fragt sich, ob die Leute im Fernsehen ihn sehen können.
Der unheimliche und gleichzeitig unglaublich eingängige Refrain, gesungen von niemand Geringerem als dem King of Pop, Michael Jackson, bringt dieses Gefühl perfekt auf den Punkt: „I always feel like somebody's watching me“. Der Protagonist fragt sich, wer ihm Streiche spielt. Sind es die Nachbarn? Der Postbote? Oder vielleicht sogar die Steuerbehörde? Der Song spielt mit der universellen Angst vor dem Verlust der Privatsphäre und fängt die unheimliche Atmosphäre der 80er Jahre ein, in der die Sorge vor Überwachung wuchs.