Verkankerd ist ein starkes und ungewöhnliches Wort, das wörtlich „verkrebsartig“ oder „krebsartig gemacht“ bedeutet, aber im übertragenen Sinne „verdorben“ oder „ruiniert“ heißt.
Im Lied singt Ramses Shaffy: „Ik heb mijn leven niet verkankerd“ (Ich habe mein Leben nicht ruiniert). Er verwendet dieses eindringliche Wort, um zu betonen, dass er trotz seines unkonventionellen Lebensstils sein Leben nicht verschwendet oder verdorben hat. Es ist eine mutige Aussage, die Neugier weckt.
Ramses Shaffys „Laat Me“ ist eine Hymne an die Freiheit und das eigene Leben, die dich sofort packt! Er singt davon, dass er sich manchmal „zu spät geboren / Oder in einem Land mit anderem Licht“ fühlt, aber das hält ihn nicht davon ab, seinen eigenen Weg zu gehen. Er kennt die Kneipen und Kathedralen von Amsterdam bis Maastricht, doch er wird sich „jeden Tag verdwalen“, weil das die Dinge im Gleichgewicht hält. Es geht darum, sich selbst treu zu bleiben, egal was passiert.
Der Refrain „Laat me, laat me, laat me mijn eigen gang maar gaan / Laat me, laat me, ik heb het altijd zo gedaan“ [Lass mich, lass mich, lass mich einfach meinen eigenen Weg gehen / Lass mich, lass mich, ich habe es immer so gemacht] ist so eingängig und ehrlich. Er verliert zwar mal den letzten Brief seiner Freunde, ist aber sicher, dass er sie wiedersehen wird: „Komt vanzelf weer voor elkaar“ [Kommt von selbst wieder in Ordnung]. Ramses ist nicht „verankert“, er lebt mal hier, mal da, ohne Besitz und ohne Beschwerden. Er liebt das Leben von Stunde zu Stunde und sagt ganz klar: „Er is geen stuiver die ik spaarde“ [Es gibt keinen Groschen, den ich gespart habe]. Am Ende bleibt er unser Sänger, unser „schwarzes Schaf“, unser treuer Fan, aber er bittet uns, ihn so sein zu lassen, wie er ist. Ein wirklich inspirierender Song!