Frontera bedeutet "Grenze". Es ist ein Wort, das in diesem Lied eine zentrale Rolle spielt und eine tiefere Bedeutung hat.
Manu Chao verwendet "frontera" nicht nur als geografische Linie, sondern auch als Metapher für die Barrieren, die Menschen trennen, sei es durch Migration, Hunger oder Schicksal. Es ist ein wiederkehrendes Motiv, das die universellen Themen des Liedes hervorhebt.
In "El Viento" nimmt uns Manu Chao mit auf eine Reise über Grenzen und Straßen, die vom Wind, aber auch von menschlichen Erfahrungen geprägt sind. Der Text ist super direkt und wiederholt sich oft, was dem Ganzen einen fast hypnotischen Rhythmus gibt.
Der Wind kommt und geht, so wie es in den Zeilen heißt: "El viento viene, el viento se va / Por la frontera" [Der Wind kommt, der Wind geht / Über die Grenze]. Aber nicht nur der Wind bewegt sich. Auch der Hunger ("El hambre viene, el hombre se va" [Der Hunger kommt, der Mensch geht]) und der Mensch selbst sind ständig unterwegs, oft ohne klaren Grund oder mit der bangen Frage, wann sie zurückkehren werden ("¿Cuándo volverá?" [Wann wird er zurückkehren?]). Es geht um das ewige Kommen und Gehen, das Leben an der Grenze und auf der Straße, der "carretera". Die Zeile "Ruta Babylon" [Route Babylon] am Ende gibt dem Ganzen noch eine tiefere, vielleicht auch kritische Note über die moderne Welt und ihre Wege.