Tivolit ist die Pluralform von "tivoli", was "Jahrmarkt" oder "Vergnügungspark" bedeutet. Es ist ein charmantes und etwas nostalgisches Wort, das nicht in jedem Lied vorkommt.
Im Lied verwendet BEHM "tivolit" metaphorisch, um einen Ort der Beständigkeit und Sicherheit zu beschreiben. Sie singt davon, dass die Jahrmärkte nicht den Platz wechseln, was den Wunsch nach einer stabilen Beziehung symbolisiert, in der Unsicherheiten keinen Raum haben.
In BEHMs "Tivolit" geht es um die Sehnsucht nach Beständigkeit in einer Beziehung, die von Unsicherheit geprägt ist. Die Sängerin wünscht sich einen Ort, "Missä tivolit ei vaihda paikkaa" [Wo die Jahrmärkte nicht den Ort wechseln], einen metaphorischen Ort, an dem die Liebe sicher ist und keine Zweifel aufkommen. Sie bittet ihren Partner, sie festzuhalten, "Kuin et ikinä ikinä ikinä päästäisi irti" [Als würdest du niemals, niemals, niemals loslassen], und fragt sich, ob sie auch dann noch zusammenhalten, wenn es schwierig wird, "Että pudotaan vauhdista niin pidänkö kiinni silti" [Dass wir aus dem Tempo fallen, halte ich dann trotzdem fest?].
Man spürt die innere Zerrissenheit, denn sie ist "jo ovella, puoliksi pois" [schon an der Tür, halb weg], aber hält trotzdem inne. Die Zeile "Viiva joka ollaan yhdessä piirretty veteen" [Die Linie, die wir zusammen ins Wasser gezeichnet haben] ist so schön und traurig zugleich, weil sie die Vergänglichkeit ihrer gemeinsamen Geschichte andeutet. Trotzdem hält sie an der Hoffnung fest und möchte ihren Partner an diesen sicheren Ort bringen, wo die Jahrmärkte – also die Unsicherheiten und Veränderungen des Lebens – keinen Einfluss mehr haben.