Creases bedeutet wörtlich „Falten“ oder „Knitterfalten“. Es ist ein interessantes Wort, da es im Kontext des Liedes eine doppelte Bedeutung hat.
Die Künstlerin vergleicht sich mit einem Paar Schuhe mit roten Sohlen. Sie fragt, ob die Liebe ihres Partners bestehen bleibt, wenn sie „lines and creases“ (Falten und Knitterfalten) bekommt – also wenn sie älter wird oder Makel zeigt. Es ist eine metaphorische Frage nach bedingungsloser Liebe, die über das Äußere hinausgeht.
In „Red Bottoms“ vergleicht sich die slowakische Künstlerin ADÉLA mit den berühmten roten Sohlen von Luxusschuhen. Dieses Bild steht für etwas Kostbares und Perfektes, aber auch für etwas, das bei zu häufigem Gebrauch seinen Glanz verliert. Sie singt über ihre Angst, dass die Liebe ihres Partners nur an ihrer makellosen Fassade hängt. Was passiert, wenn die „rote Farbe“ verblasst und ihre Fehler und Unsicherheiten sichtbar werden? Diese Sorge fasst sie in der Zeile zusammen: „Will you love what's on the other side?“ (Wirst du lieben, was auf der anderen Seite ist?).
Der Song beschreibt eine unsichere Beziehung, in der große Worte wie „Ehefrau“ nur am Wochenende fallen und Liebesbekundungen nur dann kommen, wenn sie zu gehen droht. ADÉLA offenbart, dass es ihr schwerfällt, über ihre Gefühle zu sprechen, und sie stattdessen lieber über Mode redet – eine Art Schutzschild. Sie bringt ihre Verletzlichkeit mit den Worten „Nobody wants dad issues“ (Niemand will Vaterkomplexe) auf den Punkt und bittet um Geduld und Zuneigung, damit sie sich öffnen kann, ganz so wie Leder, das mit der Zeit weicher wird.