Babylon ist der englische Name f
r Babylon, eine antike Stadt, die f
r ihre Pracht, aber auch f
r ihre Dekadenz und S
nde bekannt war.
In Leonard Cohens Lied "Dance Me To The End Of Love" wird Babylon metaphorisch verwendet, um eine Atmosph
re von Sinnlichkeit und Leidenschaft zu beschreiben. Die Zeile "Let me feel you moving like they do in Babylon" ruft Bilder von ekstatischer Bewegung und tiefen, vielleicht sogar verbotenen Gef
hlen hervor, was dem Lied eine geheimnisvolle und verf
hrerische Tiefe verleiht.
Auf den ersten Blick wirkt „Dance Me to the End of Love“ des kanadischen Künstlers Leonard Cohen wie ein wunderschönes, leidenschaftliches Liebeslied. Der Sänger bittet seine Geliebte, ihn durch alle Phasen des Lebens zu tanzen, von der stürmischen Leidenschaft einer „brennenden Geige“ (burning violin) bis hin zur Sicherheit und dem Frieden einer „heimkehrenden Taube“ (homeward dove). Die Reise führt durch intime Momente, die Hochzeit (wedding) und sogar bis zu den „Kindern, die darum bitten, geboren zu werden“ (children who are asking to be born). Es ist ein Tanz, der ein ganzes Leben umspannt.
Doch hinter dieser romantischen Fassade verbirgt sich eine viel tiefere und düsterere Inspiration. Cohen erklärte, dass der Song vom Holocaust inspiriert wurde. In einigen Konzentrationslagern wurden Musiker gezwungen, zu spielen, während andere Häftlinge in den Tod geführt wurden. Dieser schreckliche Kontext verwandelt den „Tanz bis zum Ende der Liebe“ in einen Tanz bis zum Ende der Existenz. Die Bilder von Panik und Schutz (panic 'til I'm gathered safely in) bekommen so eine völlig neue Bedeutung. Der Song wird zu einer Hymne auf die menschliche Würde und die unzerstörbare Kraft der Liebe im Angesicht des unaussprechlichen Grauens.