Accro ist ein umgangssprachliches französisches Wort fĂŒr âsĂŒchtigâ oder âabhĂ€ngigâ. Es kommt von accrochĂ© und wird oft fĂŒr eine starke, beinahe zwanghafte Faszination verwendet.
Im Lied sagt Tayc: âJ'Ă©tais devenu accro Ă ton goĂ»tâ (âIch war sĂŒchtig nach deinem Geschmackâ). Gemeint ist nicht nur eine körperliche Sucht, sondern die intensive emotionale AbhĂ€ngigkeit von dieser Person.
In âLe Tempsâ blickt Tayc auf eine vergangene Beziehung zurĂŒck, in der er sich verlassen und nicht angehört fĂŒhlte. Die andere Person verschwindet âsans laisser un motâ [ohne ein Wort zu hinterlassen] und dreht sich nicht um. Er sagt: âJe tâai prĂȘtĂ© mon cĆur et tu lui as donnĂ© ton dosâ [Ich habe dir mein Herz geliehen, und du hast ihm den RĂŒcken gekehrt]. Dieses Bild ist besonders direkt: Er hat Vertrauen gegeben, bekam aber Ablehnung zurĂŒck. âLe vent a bien tournĂ©â [Der Wind hat sich gedreht] bedeutet hier, dass sich seine Lage zum Besseren gewendet hat.
Jetzt kommt die frĂŒhere Partnerin zurĂŒck und möchte dort weitermachen, wo alles aufgehört hat. Doch die Zeit hat ihn geheilt: âLe temps mâa rĂ©parĂ©â [Die Zeit hat mich repariert], und eine andere Frau hat ihm geholfen, wieder gesund zu werden. âNe gaspille pas mon tempsâ [Verschwende nicht meine Zeit] klingt deshalb wie eine klare Grenze. FrĂŒher war er von dieser Beziehung abhĂ€ngig und beschreibt ihre Wirkung sogar als âle goĂ»t de ton poisonâ [der Geschmack deines Giftes]. Heute geht es ihm ohne sie gut. Besonders bissig ist seine Bemerkung, dass er frĂŒher fast um etwas bitten musste, das sie ihm eigentlich schuldete: seine Aufmerksamkeit und ein ehrliches GesprĂ€ch.