leskenlehden — des Huflattichs

Leskenlehti bedeutet wörtlich „Witwenblatt“ und ist der finnische Name für die Huflattich-Pflanze. Es ist ein wunderschönes und poetisches Wort, das man nicht oft in Liedern hört.

Im Lied symbolisiert der Huflattich, der als eine der ersten Blumen im Frühling blüht, die Ankunft des Frühlings („Neiti Kevät“ – Fräulein Frühling) und das Erwachen der Natur nach dem kalten Winter. Die Zeile „Ensimmäisen leskenlehden hauraat silmät hän aukaisee“ (Sie öffnet die zerbrechlichen Augen des ersten Huflattichs) malt ein sehr zartes und lebendiges Bild des Frühlingsanfangs.

In „Neiti Kevät“ von Sir Elwoodin Hiljaiset Värit geht es um die pure Freude und Erleichterung, wenn der Frühling endlich wieder da ist. Nach einem langen, kalten Winter, den man „Talven yli odotin täällä taas“ [Ich habe den ganzen Winter hier gewartet] sehnlichst erwartet hat, kehrt „Neiti kevät“ [Fräulein Frühling] in die Stadt zurück. Es ist, als würde die ganze Welt aufatmen: „Lehmus tuulessa huokailee“ [Die Linde seufzt im Wind] und „vanhus maa huokaisee“ [die alte Erde seufzt].

Der Song beschreibt, wie der Frühling alles wieder zum Leben erweckt. Die Sonne küsst heimlich die Holzwände alter Häuser („Aurinko salaa suutelee“), Kinder singen Frühlingslieder („Lapset laulaa suvivirren“ – ein traditionelles finnisches Sommerlied), und sogar die ersten zarten Blumen, die „leskenlehti“ (Huflattich), öffnen ihre zerbrechlichen Augen. Es ist ein wunderschönes Gefühl des Neuanfangs, wenn „Kaiken alkaa hän uudelleen“ [Sie beginnt alles von Neuem]. Man spürt richtig, wie sehr der Sänger den Frühling vermisst hat, wenn er singt: „Kuinka sua kaipasin täällä taas!“ [Wie sehr ich dich hier wieder vermisst habe!].

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