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pür caka — angeberisch / prahlerisch

Pür caka ist eine umgangssprachliche Redewendung, die „angeberisch“ oder „prahlerisch“ bedeutet. Es beschreibt jemanden, der sich gerne zur Schau stellt und mit seinen vermeintlichen Erfolgen oder seinem Aussehen angibt.

Im Lied singt Sinan Ceceli: „Hep pür caka sata sata gezmişim orda burda“ (Ich bin immer angeberisch hier und da herumgelaufen). Er nutzt diesen Ausdruck, um seine frühere, oberflächliche Lebensweise zu beschreiben, bevor er zu der Erkenntnis kommt, dass er nicht der ist, für den man ihn hält.

„O La La“ klingt wie eine freche Einladung zu einem Spiel mit Erwartungen. Die sprechende Person sagt: „Bak bana“ [Schau mich an] und beschreibt sich als „gözü kara“ [wagemutig, ohne Angst]. Andere reden über sie und halten sie vielleicht für überheblich, doch sie winkt ab: „Bırak onlar konuşsun, umrumda değil benim“ [Lass sie reden, es ist mir egal]. Besonders schön ist der Widerspruch: „Ne göründüğüm gibiyim, ne sandığın kişiyim“ [Ich bin weder so, wie ich aussehe, noch die Person, für die du mich hältst]. Das Lied fordert also dazu auf, Gerüchte und erste Eindrücke nicht zu ernst zu nehmen.

Dann wird es verspielt und ein bisschen geheimnisvoll. „Baloya maske şartı koymuş herkes aslında“ [Eigentlich hat jeder festgelegt, dass man auf dem Ball eine Maske tragen muss] bedeutet hier: Viele Menschen verstecken ihr wahres Gesicht. Die angesprochene Person soll trotzdem näherkommen: „Kalk artık gel yanıma“ [Steh endlich auf und komm zu mir]. Versprochen wird nichts leeres, sondern eine Überraschung am Morgen: „Uyanınca sabaha, sürprizim var“ [Wenn du am Morgen aufwachst, habe ich eine Überraschung]. „Kimse de yok bu aura“ [Niemand sonst hat diese Aura] klingt dabei herrlich selbstbewusst. Und das wiederholte „O la la“ macht aus der geheimen Einladung einen eingängigen, leicht übertriebenen Flirt.

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