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escúpelo — spuck es aus

Escúpelo ist die Imperativform von escupir (spucken) und bedeutet wörtlich „spuck es aus“. Es ist ein sehr direktes und energisches Wort, das man nicht oft in Liedern hört.

Im Kontext des Liedes wird es metaphorisch verwendet, um auszudrücken, dass man seine Gefühle, Ängste und alles, was einen belastet, herauslassen soll. Die Künstlerin fordert dazu auf, sich nicht zurückzuhalten, sondern alles rauszulassen, was auf dem Herzen liegt, um sich zu befreien.

Manchmal hilft gegen Liebeskummer nur ein echter Dance-Beat und eine Freundin, die Tacheles redet. Genau das machen die Spanierin Rigoberta Bandini und Julieta Venegas in Qué Más Da. Die Botschaft ist direkt: Versteck deinen Schmerz nicht, sondern pack die ganze Geschichte auf den Tisch. Rigoberta fordert dazu auf, von schlaflosen Nächten zu erzählen und sogar von jenem Trip nach Portugal, auf dem man maßlos an jeder Straßenecke geheult hat («A Portugal llorando en las esquinas / Sin medida» [Nach Portugal, weinend an den Ecken / Ohne Maß]). Statt Gefühle runterzuschlucken, soll man ruhig übertreiben und ein Drama hinlegen, das reif für die Klatschpresse ist («Ponte un drama digno de revista» [Mach dir ein Drama, das einer Zeitschrift würdig ist]).

Der Song dreht den Schmerz komplett ins Befreiende. Die zentrale Frage lautet: «¿Qué más da si se va?» – was auf Deutsch so viel heißt wie: Was macht das schon, wenn er geht? Die Antwort darauf ist herrlich schnörkellos: Dann fängt man eben von vorne an, und am besten kommt die Person gar nicht erst zurück («Que mejor no vuelva más» [Besser, er kommt nie wieder]). Schluss mit dem Trübsalblasen, denn Liebeskummer darf einem nicht das Tanzen verbieten («Basta ya de no bailar por desamor»). Am Ende rufen sich die beiden Sängerinnen gegenseitig zu: «Supéralo amiga» (Komm drüber hinweg, Freundin!). Ein Song wie ein rettender Tanzabend mit den besten Freundinnen, wenn das Herz mal wieder am Boden liegt.

Rigoberta Bandini ist der Künstlername von Paula Ribó, einer Sängerin und Songwriterin aus Spanien. Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop-Sounds und nachdenklichen, oft humorvollen Texten, die viele Hörer ansprechen.

Sie erlangte größere Bekanntheit durch ihren Auftritt beim Benidorm Fest 2022 mit dem Lied „Ay Mamá“. Zu ihren weiteren bekannten Songs gehören „Perra“ und „Too Many Drugs“, und sie hat das Album „La Emperatriz“ veröffentlicht.