Yanga ist ein nigerianischer Slang, der "Angeben" oder "Prahlerei" bedeutet. Es ist ein lebendiger und umgangssprachlicher Ausdruck, der in der westafrikanischen Musikkultur hĂ€ufig vorkommt, aber fĂŒr Deutschsprachige wahrscheinlich neu ist.
Im Lied singt Rema: "If I tell you say, 'I love you', you no dey form yanga-oh" (Wenn ich dir sage, 'Ich liebe dich', spielst du nicht die Angeberin). Er benutzt es, um auszudrĂŒcken, dass er möchte, dass die Person, die er liebt, authentisch ist und nicht so tut, als wĂ€re sie zu gut fĂŒr ihn.
In âCalm Downâ von Rema feat. Selena Gomez geht es um dieses aufregende, leicht chaotische GefĂŒhl, wenn man sich auf einer Party in jemanden verguckt und die Person einen einfach nicht mehr loslĂ€sst. Rema sieht ein MĂ€dchen im gelben Kleid, das ganz anders ist als die anderen: ruhiger, âmellowâ, aber trotzdem total faszinierend. Ihr Körper und ihre Ausstrahlung setzen sein Herz gewissermaĂen in âLockdownâ â er kann nur noch an sie denken, sogar noch Tage spĂ€ter zu Hause. Gleichzeitig spĂŒrt man seine Unsicherheit: Sie ist von Freundinnen umringt, wirkt etwas misstrauisch und unsicher, wĂ€hrend er versucht, sie mit Charme, Tanz und Humor zu ĂŒberzeugen.
Der Refrain âBaby, calm downâ ist dabei nicht nur beruhigend, sondern auch verfĂŒhrerisch. Beide Seiten haben GefĂŒhle und Begehren, aber auch Angst vor Verletzung und vor zu viel NĂ€he. Selena Gomez bringt in ihrem Part die Perspektive der Frau ins Spiel: Sie genieĂt die Anziehung, testet die Grenzen und will sehen, ob er wirklich ernst meint, was er sagt. Das Lied mischt Liebesgeschichte, Partyvibes, Unsicherheit und körperliche Anziehung. Am Ende ist âCalm Downâ ein moderner Afrobeat-Lovesong ĂŒber Flirten, Vertrauen und das Risiko, sein Herz zu öffnen, obwohl man nicht weiĂ, ob der andere bleibt.