händig — handwerklich geschickt; praktisch veranlagt

Händig bedeutet wörtlich „geschickt mit den Händen“ und beschreibt jemanden, der Dinge reparieren oder praktisch anpacken kann. Im Lied ist „en händig man“ zugleich ein charmantes Wortspiel: Der Mann ist nicht nur handwerklich begabt, sondern auch ein hilfsbereiter und verlässlicher Begleiter, der für Hanna da ist.

In „En Händig Man“ („Ein geschickter Mann“) erzählt Per Gessle von einer Frau namens Hanna, deren Liebesleben ziemlich chaotisch ist: „Hon hade stormigt kärleksliv“ [Sie hatte ein stürmisches Liebesleben]. Sie gerät immer wieder in dasselbe Unglück, bildlich gesagt „Hon kraschade alltid i samma bil“ [Sie krachte immer in dasselbe Auto]. Der Erzähler trifft sie zufällig bei einem Sonntagsspaziergang und bietet sich als zuverlässige Hilfe an: „Jag kommer hem till dej jag är en händig man“ [Ich komme zu dir nach Hause, ich bin ein geschickter Mann]. „Händig“ bedeutet im Schwedischen eigentlich praktisch begabt oder handwerklich geschickt. Hier meint es aber mehr: Er hört zu, umarmt sie, hält ihre Hand und ist sofort da, wenn sie anruft.

Besonders schön ist, wie direkt und ein bisschen frech er seine Dienste anbietet. Wenn die Liebe verschwunden ist und in ihrem Korb keine Blumen mehr blühen, will er ihren Kummer wegwischen: „Jag är en vän som suddar ut din stora sorg“ [Ich bin ein Freund, der deinen großen Kummer wegwischt]. Doch sein Angebot bleibt nicht ganz freundschaftlich. Am Ende fragt er: „Och vill du något mer är jag en händig man“ [Und wenn du etwas mehr willst, bin ich ein geschickter Mann]. Der „händige Mann“ ist also zugleich Tröster, Helfer und möglicher neuer Verehrer. Der Witz liegt darin, dass er seine Zuneigung wie einen besonders praktischen Bereitschaftsdienst verkauft: Ruf einfach an, und er kommt so schnell er kann.

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