Sultanım ist eine Anrede, die wörtlich „mein Sultan“ oder „meine Sultanin“ bedeutet. Es ist ein Titel, der Respekt, Bewunderung und oft auch eine tiefe Zuneigung ausdrückt.
Im Kontext des Liedes wird „Sultanım“ verwendet, um die geliebte Person als eine Art Herrscher oder König zu bezeichnen, dem man sich hingibt und dessen Liebe man sucht. Es verleiht der Beziehung eine majestätische und ehrfürchtige Dimension, die über eine gewöhnliche Liebesbeziehung hinausgeht.
In „Sultanım“ kommt jemand voller Hingabe zu einer geliebten Person. Die Augen dieser Person können „can yakan“ sein, also „Seelen brennend“ oder „schmerzlich intensiv“. Ihre Worte werden als „Abu hayat“ bezeichnet, als Lebenswasser, das den Sprecher wieder zum Blühen bringt: „Gül olup yeşermeye geldim“ [Ich bin gekommen, um als Rose grün und lebendig zu werden]. Er nennt sich selbst „aciz“ [hilflos] und „yarım“ [unvollständig] und möchte bei dieser Person „tamam“ [ganz] werden. Besonders schön ist das Bild vom verliebten Nachtigallen: „Şeyda bülbüller gibi / Gül dalına konmaya geldim“ [Wie liebestrunkene Nachtigallen bin ich gekommen, um mich auf einem Rosenzweig niederzulassen].
Der Refrain wird zu einer Bitte: „Kabul et n'olur sultanım“ [Nimm mich bitte an, mein Sultan]. „Sultanım“ bedeutet wörtlich „mein Sultan“, ist hier aber eine ehrfurchtsvolle Anrede für die geliebte Person. Der Sprecher sagt, dass es für ihn „Senden öteye yer yok“ [jenseits von dir keinen anderen Ort] gibt. Später beschreibt er eine völlige Verwandlung: Aus „Dağ, taş, toprak“ [Berg, Stein und Erde] möchte er ein „Umman“ [ein großes Meer, ein Ozean] werden. Aus einem Menschen ohne Liebe, der einer Lüge zuneigt, will er zu sich selbst und zur Wahrheit finden. Die letzte, starke Vorstellung lautet: „Yaşayan bir ölüyken / Gönlünde doğmaya geldim“ [Als lebender Toter bin ich gekommen, in deinem Herzen neu geboren zu werden].