Maledetta — Verfluchte

Das Wort "Maledetta" bedeutet "verflucht" oder "verdammt". Es ist ein starkes, emotionales Wort, das in diesem Lied eine zentrale Rolle spielt und dem Titel "Maledetta Primavera" (Verfluchter Frühling) seine Dramatik verleiht.

Es beschreibt nicht nur den Frühling, sondern auch die Liebe selbst als etwas, das sowohl schön als auch schmerzhaft sein kann, und verleiht dem Gefühl der Nostalgie und des Herzschmerzes Ausdruck.

Loretta Goggi singt hier von einer Liebe, die offenbar in einem einzigen Frühling begonnen hat und viel zu schnell zu viel geworden ist. „Maledetta primavera“ bedeutet „verfluchter Frühling“: Der Frühling bekommt halb im Scherz die Schuld daran, dass Verliebtheit so plötzlich auftauchen kann. Wein, Blumen und alte Lieder gehören zu den Erinnerungen an eine gemeinsame, ausgelassene Zeit: „Voglia di stringersi e poi / Vino bianco, fiori e vecchie canzoni“ [Lust, sich aneinanderzuschmiegen, dazu Weißwein, Blumen und alte Lieder]. Dann kommt der bittere Witz: „Che imbroglio era“ [Was für ein Durcheinander war das]. Eine Stunde reicht offenbar zum Verlieben, aber nicht, um die Folgen wieder loszuwerden.

Besonders schön ist, wie widersprüchlich die Stimme klingt. Sie behauptet: „Come se non fosse amore“ [Als wäre es keine Liebe], schließt aber „per errore“ [aus Versehen] die Augen und denkt an diese Person. Zärtlichkeiten, die „non toccano il cuore“ [das Herz nicht berühren], reichen ihr nicht mehr. Vielleicht kehrt die andere Person zurück, vielleicht schließt sie selbst die Augen und denkt an sie. Die Frage „Che fretta c’era?“ [Warum diese Eile?] klingt deshalb gleichzeitig vorwurfsvoll und verliebt. Am Ende wissen es „io e te“ [du und ich] gemeinsam: Der Frühling hat dieses Gefühl viel zu schnell entfacht, und nun lässt es sich nicht einfach wieder abschütteln.

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