maracatu — brasilianischer Musik- und Tanzstil

Maracatu bezeichnet eine afrobrasilianische Musik- und Tanztradition aus Pernambuco, die für starke Rhythmen, Trommeln und festliche Prozessionen bekannt ist. Im Lied beschreibt Jorge Ben Jor den Samba als eine Mischung aus Maracatu und macht so auf die vielfältigen musikalischen Wurzeln des Songs aufmerksam.

Jorge Ben Jor aus Brasilien macht aus „Mas Que Nada“ einen direkten, gut gelaunten Aufruf zum Tanzen. „Mas que nada“ ist hier eine umgangssprachliche Redewendung, etwa „Ach was!“ oder „Lass das mal“. In der Zeile „Mas que nada, sai da minha frente, eu quero passar“ [„Ach was, geh mir aus dem Weg, ich will durch“] schiebt sich der Sänger entschlossen nach vorn, weil der Samba bereits läuft und er tanzen will: „Pois samba está animado que eu quero é sambar“ [„Denn der Samba ist in Schwung, und ich will einfach tanzen“]. Das klingt ein bisschen frech und macht sofort klar: Heute hält ihn niemand auf.

Der Song nennt diesen Samba ein Mischstück mit Maracatu, einer brasilianischen Musik- und Tanztradition, und spricht außerdem von „samba de preto velho, samba de preto tu“ [„Samba des alten Schwarzen, Samba des Schwarzen du“]. Diese Zeile verweist sprachlich auf schwarze afrobrasilianische Traditionen und gibt dem Tanz eine deutlich benannte kulturelle Herkunft. Danach kommt ein fast komisches Versprechen: „Um samba como esse tão legal / Você não vai querer que eu chegue no final“ [„Bei so einem tollen Samba wirst du nicht wollen, dass ich zum Ende komme“]. Die wiederholten „lariá laiô“ und „obá obá obá“ sind keine Information, die man übersetzen müsste. Sie funktionieren wie mitgesungene Rufe, die den Rhythmus weiterlaufen lassen. Der Sänger will ausdrücklich nicht aufhören, und ehrlich gesagt klingt der Song so, als hätte er damit recht.

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