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disparo — Schuss / Schussartige Wirkung

Disparo bedeutet wörtlich „Schuss“, wird im Lied aber bildlich verwendet: „Foi como um disparo“ heißt „Es war wie ein Schuss“. Damit beschreibt Fernando Daniel, wie plötzlich und überwältigend die Begegnung war und wie die andere Person ihn emotional „von null auf hundert“ gebracht hat.

In „Raro“ singt Fernando Daniel auf Portugiesisch über eine Liebe, die sich für ihn ungewöhnlich und kostbar anfühlt. Gleich am Anfang sagt er: „Prometo que é raro / Deixar que me conheçam bem“ [„Ich verspreche, es kommt selten vor, dass ich mich wirklich kennenlernen lasse“]. Normalerweise zeigt er also nicht gern, was in ihm vorgeht. Dieser besonderen Person gegenüber macht er jedoch eine Ausnahme und zeigt sogar, was er an sich selbst nicht mag: „Se te mostro o que não gosto em mim“ [„Wenn ich dir zeige, was ich an mir nicht mag“]. Er vertraut darauf, dass sie ihn trotzdem annimmt. Das portugiesische raro bedeutet „selten“ oder „ungewöhnlich“ und wird im Refrain zum wichtigsten Wort: Ihre Verbindung ist für ihn „especial, não é normal“ [„besonders, nicht gewöhnlich“].

Die Liebe bringt ihn außerdem dazu, sich zu verändern. Er möchte „dar-te todo o mundo“ [„dir die ganze Welt schenken“], ihr alles geben, was er kann, und bei ihr bleiben. Besonders schön und ein bisschen übertrieben ist das Bild „Levaste-me do zero ao cem“ [„Du hast mich in einer Sekunde von null auf hundert gebracht“]. Gemeint ist hier ein gewaltiger Sprung: Diese Person hat sein Leben und seine Gefühle sehr schnell verändert. Er ist dankbar, fragt sich aber auch, ob er sie verdient. Am Ende bleibt die einfache, starke Idee: Etwas so Seltenes zu finden, vielleicht sogar „ter-me encontrado em ti“ [„mich selbst in dir gefunden zu haben“], macht ihn bereit, sich zu öffnen und für diese Beziehung zu kämpfen.

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