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apaiser — beruhigen / lindern

Apaiser bedeutet „beruhigen“ oder „lindern“. Das Verb klingt poetischer als das alltägliche „beruhigen“ und beschreibt, wie etwas inneren Schmerz oder Spannungen mildert.

Im Lied sollen die Farben „toutes nos douleurs“ apaiser, also „all unsere Schmerzen lindern“. Dadurch wird das Wort mit Trost, Heilung und der Hoffnung auf eine friedlichere Beziehung verbunden.

In „Couleurs“ bittet Fally Ipupas Erzählerfigur nicht um ein großes Wunder, sondern um ein bisschen Farbe und Wärme: „Ma chérie ne veut que des couleurs“ [Meine Liebste will nur Farben] und „Juste un peu de chaleur“ [Nur ein bisschen Wärme]. Diese Farben sollen „apaiser toutes nos douleurs“ [all unsere Schmerzen beruhigen] und „oublier toutes nos colères“ [uns all unsere Wut vergessen lassen]. Das klingt nach einem Paar, dessen Liebe zwischen Streit und Verletzung blasser geworden ist. Er fragt verzweifelt: „Mais comment est-ce possible que mon cœur soit dans cet état?“ [Wie ist es möglich, dass mein Herz in diesem Zustand ist?] Dann gibt er zu, sich wie ein Idiot verhalten zu haben, weiß aber selbst nicht genau, was er getan hat.

Besonders stark ist das Bild von den Schlüsseln auf dem Flur: „Pourquoi partir et laisser tes clés sur le palier?“ [Warum gehst du und lässt deine Schlüssel vor der Tür liegen?] Die Trennung wird dadurch ganz konkret. Später kommt das Lingala-Wort „malili“ immer wieder: [Kälte]. „Malili eye ngai moko na ndako“ bedeutet ungefähr [Die Kälte hat mich allein zu Hause gelassen]. Dazu passt „Pona ye pona ye na die“ [Für sie, für sie würde ich sterben], eine sehr große, fast dramatische Liebeserklärung. Der Sänger nennt seine Partnerin zugleich „mauvaise“ [schlecht oder gemein] und „mon amour, mon bébé“ [meine Liebe, mein Baby]. Genau dieser Wechsel macht den Reiz des Liedes aus: Er ist verletzt und beschuldigt sie, will aber trotzdem, dass sie zurückkommt.

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