Farstubro ist ein ungewöhnliches schwedisches Wort fĂŒr eine kleine ĂŒberdachte Eingangstreppe oder ein Podest vor einem Haus. Im Lied steht der SĂ€nger dort vor ihrer HaustĂŒr, mittellos und mit zerrissenen Schuhen, was die romantische und zugleich melancholische Szene besonders eindringlich macht.
In âNorrlands glimmande guldâ (âNorrlands glĂ€nzendes Goldâ) verspricht ein verliebter Mann seiner Angebeteten etwas ganz Besonderes: âDig vill jag ge / Norrlands glimmande guldâ (âDir will ich Norrlands glĂ€nzendes Gold gebenâ). Gemeint ist hier Gold aus den BĂ€chen und WasserlĂ€ufen Norrlands, also aus der nordschwedischen Natur. FĂŒr ihre schönen Augen wĂŒrde er alles versuchen. Der Anfang klingt fast wie ein romantisches MĂ€rchen: Der kalte, klare Mond soll ĂŒber ihren gemeinsamen TrĂ€umen leuchten, und er möchte ihr alles schenken, was er sich wĂŒnscht.
Dann wird es deutlich weniger mĂ€rchenhaft. Der Mann setzt beim Pokerspiel alles auf schlechte Karten und verliert viel. Trotzdem beiĂt er die ZĂ€hne zusammen und macht sich auf die Suche nach Gold in Norrlands BĂ€chen. Als er schlieĂlich vor ihrer HaustĂŒr steht, hat er âutan guld och med trasiga skorâ (âohne Gold und mit kaputten Schuhenâ) nichts vorzuweisen auĂer Spielschulden und seiner âkĂ€rlek sĂ„ brĂ€nnande hetâ (âso brennend heiĂen Liebeâ). Das ist zugleich romantisch und ein bisschen groĂspurig: Er kann ihr kein Gold bringen, erklĂ€rt am Ende aber, dass sie selbst âNorrlands glimmande guldâ ist. Genau dieser Wechsel macht das Lied so charmant: Aus einem riskanten Goldsucher wird ein Mann, dessen gröĂter Schatz nicht im Fluss liegt, sondern in den Augen der Frau.