ViistäköönMöge streifen

Viistäköön ist die dritte Person Singular des Imperativs des Verbs viistää, was „streifen“ oder „schleifen“ bedeutet. Es ist eine eher seltene und poetische Form, die man nicht oft in Alltagssprache oder Liedern findet.

Im Liedtext „Viistäköön siipeni maata“ (Mögen meine Flügel die Erde streifen) drückt es den Wunsch oder die Bedingung aus, dass die Flügel des Sängers die Erde berühren sollen, was eine Metapher für eine bodenständige, aber dennoch freie Existenz sein könnte. Diese ungewöhnliche und bildhafte Verwendung macht das Wort besonders interessant.

In „Viistäköön Siipeni Maata“ nimmt uns Elonkerjuu mit auf eine Reise durch die finnische Seele, die sich nach Freiheit sehnt. Der Protagonist ist ein Wanderer, der die „tummansininen Suomen maata halkoo“ (dunkelblaue finnische Landschaft durchquert). Er will nicht zur Last fallen oder sich beweisen, sondern einfach seinen eigenen Weg gehen. Er sucht keinen festen Platz in einem „punatiilinen talo“ (Ziegelhaus) mit einer Eichentür, denn dieses bürgerliche Leben passt nicht zu ihm.

Es ist das Blut, das ihn immer wieder auf die Straße zieht, weg von der Stagnation, hin zu neuen Erfahrungen. Er kann nicht an einem Ort bleiben, wenn „veri vetää tätä luontoa taas menemään“ (das Blut diese Natur wieder zum Gehen bringt). Aber es gibt auch eine Sehnsucht nach Verbindung: „Kun veri vetää taas luoksesi lähtemään“ (Wenn das Blut mich wieder zu dir zieht). Die offene Straße ist sein Zuhause, sein Lebenselixier, auf der er sich lebendig fühlt. Er ist ein Freigeist, der immer in Bewegung sein muss, auch wenn seine Flügel „viistäköön siipeni maata“ (meine Flügel den Boden streifen).

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