Ongeveer bedeutet "ungefähr" oder "etwa". Es ist ein scheinbar einfaches Wort, das in diesem Lied jedoch eine tiefere, fast philosophische Bedeutung annimmt.
Eefje De Visser verwendet es, um eine Stimmung der Unbestimmtheit und des Fließens zu erzeugen. Die Zeit ist "ungefähr der Abend", die Jahreszeiten "ähneln sich". Es geht darum, dass die genauen Details nicht wichtig sind, sondern das Gefühl des Übergangs und der Gleichheit. Es lädt dazu ein, über die Flüchtigkeit der Zeit nachzudenken.
In „Ongeveer“ singt Eefje De Visser über die Gleichförmigkeit der Jahreszeiten und des Lebens. Es ist „ongeveer de avond“ [ungefähr Abend], und alles scheint gleich zu sein: „Alles is hetzelfde / En we zijn verschillend / Doet er niet toe“ [Alles ist dasselbe / Und wir sind verschieden / Spielt keine Rolle]. Es ist ein Gefühl, das viele kennen, wenn die Tage ineinander übergehen und die Unterschiede verschwimmen.
Die Kälte des Winters und das Schmelzen des Schnees sind jedoch ein Wendepunkt. Dann fährt sie „Naar het zuiden“ [Nach Süden], weil sie „hier / Iets / Te bewijzen“ [hier / Etwas / Zu beweisen] hat. Es ist, als würde sie dem Einerlei entfliehen wollen, um etwas Wichtiges zu erledigen oder zu zeigen. Am Ende fährt sie „In jouw auto“ [In deinem Auto] und hat „een / Punt te / Maken“ [einen / Punkt zu / Machen]. Das Lied fängt diese Sehnsucht nach Veränderung und dem Wunsch, sich auszudrücken, wirklich schön ein.