Kehribarım bedeutet wörtlich „mein Bernstein“. Es ist ein wunderschönes und eher seltenes Wort, das in der türkischen Poesie oft verwendet wird, um etwas Wertvolles, Geliebtes und Zeitloses zu beschreiben.
Im Lied verwendet Ebru Yaşar „kehribarım“, um ihre geliebte Person als etwas Kostbares und Beständiges zu bezeichnen, das trotz aller Schwierigkeiten und des Schmerzes, den die Liebe mit sich bringt, einen hohen Wert hat. Es vermittelt eine tiefe Zuneigung und die Vorstellung, dass die Liebe mit der Zeit nur noch wertvoller wird, wie ein alternder Bernstein.
In „Kehribar“ singen Ebru Yaşar und Burak Bulut über eine Liebe, die gleichzeitig wunderschön und schmerzhaft ist. Die Person, die sie lieben, ist so besonders, dass sie sich nicht von ihr lösen können, obwohl sie wissen, dass diese Liebe sie immer wieder verletzen wird. Es ist ein Gefühl, das so tief geht, dass es sich anfühlt, als würde das Leben ohne diese Person keinen Sinn ergeben: „Yaşamak denmez buna vur düzelsin“ [Man nennt das nicht Leben, schlag es, damit es sich bessert].
Die Liebe wird hier mit altem Bernstein verglichen, „Yıllanmış kehribarım“ [Mein gealterter Bernstein], was die Tiefe und Dauerhaftigkeit des Schmerzes, aber auch der Zuneigung zeigt. Die Dunkelheit dieser Liebe hat sie verschlungen, „Bu karanlık yuttu beni“ [Diese Dunkelheit hat mich verschlungen], und sie können sich nicht vorstellen, jemand anderen so sehr zu lieben. Die Wunden sind tief, „Açtığın yaralar hayli derin“ [Die Wunden, die du geöffnet hast, sind ziemlich tief], aber sie akzeptieren ihr Schicksal und lieben diese Person trotzdem.