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correnteza — Strömung

Correnteza bezeichnet eine starke Strömung, besonders in einem Fluss oder im Meer. In dem Lied steht „nadar contra a correnteza“ bildlich dafür, sich gegen gesellschaftlichen Druck und die Erwartungen anderer zu behaupten.

In „Mar“ von Bea Duarte, einer Künstlerin aus Brasilien, wehrt sich die erzählende Stimme gegen Menschen, die von außen Ratschläge geben und urteilen: „Eles adoram falar / Como eu deveria agir“ [Sie reden gern darüber, wie ich mich verhalten sollte]. Doch wer nicht selbst in dieser Lage steckt, kennt den Preis nicht. Die Zeile „Só um dia vivendo no meu lugar“ [Nur einen Tag an meiner Stelle] klingt wie eine direkte Herausforderung. Einen einzigen Tag würden diese Leute laut Song nicht aushalten. Besonders stark ist das Bild „nadar contra a correnteza“ [gegen die Strömung schwimmen]: Es steht für den Versuch, trotz Widerstand weiterzukommen.

Dann wird das Meer zum Bild für ungleiche Lebensbedingungen. „Se eu tivesse no seu barco, nunca iria encostar na água“ [Wenn ich in deinem Boot wäre, würde ich niemals das Wasser berühren] sagt sinngemäß: Wer geschützt ist, muss die Gefahr nicht selbst spüren. Darum folgt der bittere Satz „a gente não tá nem no mesmo mar“ [wir sind nicht einmal im selben Meer]. Auch der Aufstieg ist für manche kein einfaches „Stufensteigen“, sondern besteht aus „penhascos, montanhas, truques e façanhas“ [Klippen, Bergen, Tricks und Kunststücken]. Besonders bissig wird der Song beim Kartenspiel: Wer die Karten kontrolliert und Tricks kennt, behauptet gern, das Spiel sei fair. Die Frage „Pra quem?“ [Für wen?] macht klar, wie wenig diese Behauptung aus der Sicht der erzählenden Person zählt.

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