wpław — schwimmend / durch Schwimmen

Wpław bedeutet, dass man ohne Boot oder andere Hilfsmittel schwimmend durchs Wasser kommt. In der Zeile „płyńże do mnie wpław“ fordert der Sänger die Königin scherzhaft auf, zu ihm herüberzuschwimmen, was das Wort besonders bildhaft und ungewöhnlich macht.

Artur Andrus erzählt hier mit viel Humor von einer Sommerromanze an der polnischen Ostseeküste. Er verspricht ihr den Himmel auf Erden: „Gwiazdkę z nieba“ [einen Stern vom Himmel]. Nach der Saison will er sogar einen Kebab-Laden verkaufen und mit ihr die Welt bereisen. Sie flirtet ebenso eifrig zurück, fädelt täglich eine Muschelkette auf und lobt seinen „odlotowy siekacz“ [seinen coolen Zahn beziehungsweise sein auffälliges Gebiss]. Besonders absurd wird es, als sie sagt, ihr Ehemann werde ihn bestimmt mögen. Der große Urlaubsflirt hat also von Anfang an einen kleinen Haken.

Im Refrain bittet er die „Królowo Nadbałtyckich raf“ [Königin der Ostseeriffe], zu ihm hinüberzuschwimmen. Das klingt wie eine kitschige Strandromanze, bekommt aber schnell einen komischen Dämpfer: Er fährt auf einem schwarzen Motorrad davon und flirtet offenbar an Hunderten polnischer Strände mit anderen Frauen. Später trifft sie ihn im Aufzug und schlägt ihm ohne großes Drama ins Gesicht. Aus der Königin der Ostseeriffe werden dabei Königinnen von Regionen wie Podkarpackie, Świętokrzyskie und Mazowieckie. Das macht aus der einzelnen Strandliebe eine wunderbar übertriebene Figur: eine Sommerverführerin, die überall in Polen auftauchen könnte.

This song has more lessons to be added
Tap the request button below to prioritize the additional lessons