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vaquejada — Rodeo (spezielle brasilianische Art)

Vaquejada ist ein brasilianischer Rodeo-Sport, bei dem zwei Reiter ein Rind verfolgen und es am Schwanz zu Boden ziehen. Es ist ein sehr spezifischer und kulturell relevanter Begriff in Brasilien, besonders im Nordosten.

Im Lied singt der Protagonist, dass er in der Vaquejada ein Champion ist ("Na vaquejada eu sou campeão"), was seine Identität als starker und geschickter Cowboy unterstreicht, bevor er sich in der Liebe als schwach erweist. Es ist ein einzigartiges Wort, das die ländliche brasilianische Kultur widerspiegelt.

In „Vaqueiro Apaixonado“ treffen wir auf einen Kerl, der von sich selbst ziemlich überzeugt ist. Er ist ein echter Cowboy, ein Champion im Rodeo, der prahlt: „Já derrubei boi no braço por todo estado“ (Ich habe schon im ganzen Staat Stiere mit bloßen Händen niedergerungen). Er ist ein Mann vom Land, der wilde Esel zähmt. Aber dieser harte Kerl hat eine Schwachstelle, und die ist nicht klein. Seine Schwäche ist eine Frau, die so gar nicht in seine Welt zu passen scheint.

Und wie hat sie ihn erwischt? Mit einem einzigen Kuss! Sie ist „um metro e sessenta em cima do salto“ (einen Meter sechzig auf hohen Absätzen) und kommt aus einer völlig anderen Welt: „Eu sou da poeira, ela é do asfalto“ (Ich bin vom Staub, sie ist vom Asphalt). Der Kuss wird als „doce e delicado / Com sabor de vinho caro“ (süß und zart / Mit dem Geschmack von teurem Wein) beschrieben und hat eine gewaltige Wirkung: „Me derrubou do cavalo“ (Er hat mich vom Pferd geworfen). Das ist natürlich eine tolle Metapher dafür, wie er völlig unerwartet die Kontrolle verliert und sich verliebt. Am Ende kann er es nur noch zugeben: „Vaqueiro 'tá apaixonado“ (Der Cowboy ist verliebt).

Ana Castela ist eine brasilianische Sängerin, die sich schnell einen Namen in der Musikszene ihres Landes gemacht hat. Ihre Musikrichtung wird oft als „agronejo“ bezeichnet.

Sie ist bekannt für ihre energiegeladenen Songs, die Elemente aus Sertanejo, Funk und Elektronik mischen. Zu ihren größten Hits gehören „Pipoco“, „Nosso Quadro“ und „Bombonzinho“. Viele kennen sie auch als die „Boiadeira“.